Sebaldstein: aktuelle Topos

Erstbegehung der „Banners of Revolution“ (7+) bzw. unterer Teil Kafranbel (9-/9) im Sommer 2020

Auch 2021 war ich wieder viele Tage am Sebaldstein (Rotwand/Ruchenköpfe) im Einsatz. Zum ersten Mal habe ich mich über die zentrale Hauptwand, das „Herzstück“ des Sebaldstein abgeseilt und eine hervorragende 40m Route eingebohrt. Den unteren Teil (Omar Aziz / 9+) habe ich eine Stunde nach der Erstbegehung durch Andi Faessler wiederholt. Nach zwei Versuchen 2020 ist mir im Frühsommer 2021 die sehr schöne Radio Fresh FM (9+) auf Anhieb gelungen. 6 Projekte sind derzeit am Sebaldstein noch offen. Hier die aktuellen Topos.

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Lass dich Impfen/Boostern…

Gestern habe ich meine Booster Impfung mit Moderna bekommen. Nebenwirkungen: geringer als bei den beiden vorherigen BionTec-Impfungen. Aber das ist ganz unterschiedlich. Manche merken gar nichts nach der Impfung, manche fühlen sich ein, zwei Tage matt, manche sind für kurze Zeit richtig „krank“.

Alle Kletterer kennen z.B. das Thema Risikoabwägung im Einstiegsbereich. Sollen wir hier im leicht geneigten Gelände schon anseilen und wertvolle Zeit verlieren beim Gesamtdurchstieg der Wand? Oder sollen wir das tödliche Absturzrisiko bewußt eingehen, damit Zeit gewinnen und das Risiko, nach Einbruch der Dunkelheit noch in der Wand zu sein, minimieren?

In der immer steiler werdenden Wand unangeseilt weiterzuklettern, erhöht das Risiko für einen tödlichen Absturz. Das zu frühe Anseilen birgt auch Risiken: Wenn wir in die Nacht kommen in der Wand, kann ich mir die Füsse abfrieren oder sogar ebenfalls umkommen, wenn etwas schief geht. Die Kletterprofis sind sich über die Stelle in einer Wand, ab der mit Seilsicherung weitergeklettert werden sollte, weitestgehend einig. Das Absturzrisiko wird als zu hoch eingeschätzt, um unangeseilt weiterzuklettern. In vielen Kletterführern ist dieser Einbindepunkt, meist verbunden mit einem sog. Sicherungsstand, explizit ausgewiesen.

Wie schaut es mit der Risikoabwägung zu Covid aus? Das Risiko, dass Wasser über Wochen oder gar Monate oder auch für immer nach Sch… schmeckt, oder Essen nach gar nichts mehr schmeckt und auch ansonsten alles falsch riecht, oder das Risiko für Erschöpfungserscheinungen, wie sie ähnlich auch nach Pfeifferschem Drüsenfieber über Monate oder gar Jahre auftreten, ist um ein vielfaches höher, als einen wie auch immer gearteten Schaden durch die Impfung zu erleiden. Ganz abgesehen vom Risiko für einen schwereren Erkrankungsverlauf mit Beteiligung der inneren Organe.

Weltweit sind sich sowohl alle Virologen, als auch Epidemiologen einig bei der Risikoabwägung zur Impfung. Sie empfehlen ALLE ausdrücklich die Impfung gegen das neuartige Coronavirus. Dennoch glauben ihnen 30% der Deutschen nicht und lassen sich nicht impfen.

Ich bin Kletterprofi, Experte was Sicherheit im Klettern betrifft, bilde Trainer deutschlandweit im Klettern aus. Würden mir 30% der Deutschen widersprechen wenn ich sage, an einem bestimmten Punkt in einer Wand, ist es gem. Risikoabwägung sinnvoll, sich anzuseilen?