Der Standardboulder

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Luke Brady im Standardboulder in Darmstadt

Der Standardboulder ist ein erstklassiges Analysetool. Mit seiner Hilfe kann in Kürze ein Kletterer bzgl. Klettertechnik „gescannt“ werden. Bei einer DAV-Fortbildung, die ich Anfang Oktober in Darmstadt leitete, wurde von den Teilnehmern ein Standardboulder kreiert und daran in einer längeren Session geübt. Im Video ist Luke Brady (Rock Town/Kaiserslautern) zu sehen, wie er ab etwa dem 4. Griff durch „seinen“ Standardboulder stromt…

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Die Teufelsradmethode

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Zum Film auf Bild clicken

Aus der Serie „Wettkampfkader München & Oberland – geheime Trainingsmassnahmen“ wird hier die sog. „Teufelsradmethode“ behandelt. Sie gilt unter Insidern als besonders effektiv. Sie wird nur einmal jährlich, dann jedoch in hohem Umfang trainiert. Die Teufelsradmethode wird vorrangig für die Stimulierung des Gleichgewichtssinnes unter gleichzeitigem Aufbau von höchster Körperspannung (Schwerpunkt Beckenboden – ein wichtiger konditioneller Faktor im Klettersport) eingesetzt. Ausserdem müssen die Muskelketten während einer Wiederholung permanent geschlossen bleiben, bei ständig wechselnder und unvorhergesehener Belastungsrichtung, sonst droht Übungsabbruch. Eine Wiederholung dauert selten länger als 3 Minuten. Serienanzahl: beliebig.  Durch das im Tagesverlauf zunehmende Publikum wird auf hervorragende Weise eine fast echt wirkende Wettkampfsituation simuliert. Kombiniert wird gerade diese Trainingsmethode mit mentalen und taktischen Aspekten aus dem sog. Störmanöver- und  Life-Kinetik-Bereich. Zum Einsatz kommen dabei visuelle und auditive Reize in Kombination mit sich steigernden, komplexen 3D-Aufgaben die z.T. sehr schnelle koordinative Reaktionen fordern. Am Peak der Übung geht es oftmals darum, trotz  schwindendem Orientierungssinn und (im unteren Rumpfbereich) aufkommender Übellaunigkeit alles unter Kontrolle zu behalten. Übliche Hilfsmittel: Seil(e), sehr grosser Weichstoffball, Tonanlage mit Mikrofon und CD-Player, 2 Helfer, Lederhose / Dirndl. Finanzieller Aufwand: 2,50 Euro/Tag. Einziger Wermutstropfen: Es gibt aktuell nur ein Trainingsstudio, in dem diese Methode auch bei Schlechtwetter und leider nur in einem Zeitraum von 2 bis 3 Wochen pro Jahr angewandt werden kann. Für die Effektivität der Methode spricht auch, dass Trainingsinteressierte aus der ganzen Welt nach München kommen, um an dieser Maßnahme teilzunehmen.

Im Video von ca. Anfang Oktober sieht man einen Ausschnitt aus einer Serie einer Trainingssession von einigen Mitgliedern des Wettkampfkader 3 im gemeinsamen Training mit anderen jungen Athleten aus der ganzen Welt. Ungefähr ein Dutzend Athleten hatte zum Zeitpunkt der Videoaufnahme die Serie bereits abgebrochen.

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Bayer. Jugendleadcup in Berchtesgaden

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Das Wettkampfteam von DAV München & Oberland in Berchtesgaden; Foto: Peter Hierl

Wie ich kürzlich ankündigte hier ein kurzer Rückblick über meine Aktivitäten seit dem Sommer.

Die nächste Station nach Briancon war im September Berchtesgaden. Dort betreute ich zusammen mit meinen Trainerkollegen das Wettkampfkader von DAV München & Oberland. Der Wettkampf verlief sehr erfolgreich. Auf der Homepage von München & Oberland veröffentlichte ich dazu einen Beitrag unter dem Titel „Fette Beute in Berchtesgaden“.

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Briançon

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Ein On Sight Versuch in einer 8a an der „Grotte du Vaudois“ (s.a. Film dazu/auf das Bild clicken)

 

Eigentlich ist Briançon kein Geheimtip. Seine Hochzeit hat dieses Gebiet längst hinter sich. Aber es spricht eine Menge für sog. „Antizykliker“, diese Region im Herzen der französischen Dauphiné-Alpen aufzusuchen. Hier die ganz großen Pluspunkte:

1) Das Wetter: Über 300 (!) Sonnentage im Jahr, es gibt kaum einen vergleichbaren Kletterort in Europa mit dieser Zahl. Die besondere Lage im Inneren des Alpenbogens schirmt das Briançonnais  von den üblichen Westwindwetterlagen ab. Selbst die berüchtigten Genuatiefs haben hier eine vergleichsweise geringere Wirkung und… in den Tälern herrscht z.T. subtropisches Klima, manche Orte im Süden haben Palmen. Klettern ist, ausser im Hochwinter, immer optimal möglich. Im Frühjahr wird von vielen sogar die Kombi Skitouren/Klettern gepflegt.

2) Die Klettervielfalt: Alle, die in Briançon waren, wissen, dass es unschlagbar in diesem Punkt ist. Die Fäkts in Stichpunkten: alle relevanten Gesteinsarten (Sandstein, Granit, Gneis, Kalk, Konglomerat). Selbst im Sommer Eisklettern an fantastischen Nordwandklassikern, aber auch Alpin- und Sportklettern zwischen 1000 und 3500 über NN mit Wänden von 10 m bis 2000 m Höhe mit allen Ausrichtungen (kühle Nordwände mit Routen bis 9a und fantastische Genusssüdwände). Ein unendliches Routenangebot für Seilliebhaber und sogar ein Bouldergebiet auf ca. 1700 ü.NN, in dem man wenigsten ein paar Tage seinen Spaß haben kann. Klettersteige in allen Schwierigkeitsstufen. Wer dort übrigens zuletzt vor ca. 10 Jahren war, wird mindestens nochmal so viele Routen und Klettergebiete entdecken…

3) Das Drumherum: Auch hier wird alles geboten, was ein perfekt ausgebautes französisches Urlaubsgebiet ausmacht. Der Wermutstropfen: im Juli bis Mitte August ist es voll, zum Ausgleich ist es danach praktisch leergefegt (ein paar Deutsche ausgenommen).

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Auf dem Gipfel des Tour Termier (3000 ü. NN)

Nun zum Eigentlichen: Mit das schönste Erlebnis neben etwa zwei Dutzend herrlichen Sportkletterrouten bis 8a (Video), war die Mehrseillängenunternehmung auf den Tour Termier, ein 3000er gleich beim Col du Galibier, der eine fantastische Südwand aufweist. Wieder waren Frau und Kind dabei und wir hatten Spaß in 13 herrlichen Seillängen um die 6a. Sehr schön auch der Ausflug auf den Glacier Blanc und natürlich die vielen, vielen Seillängen an super Fels…

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Der Anseilpunkt am Glacier Blanc

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Am Glacier Blanc auf knapp 3000 ü. NN, die warme DIRECT ALPINE Jacke tut ihren Dienst

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Die Murmeltierflüsterin

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Über dem Tal „Le Fournel“

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Hier versteckt sich jemand (ziemlich in Bildmitte)

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Viel unterwegs seit der WM

fahrtrouteSeit der Boulder-WM Ende August in München ist meine Page ein bischen verweist. Grund ist nicht, dass ich mit dem Klettern aufgehört hätte oder jetzt an einem Millionenbauprojekt beteiligt bin, sondern dass ich eine Menge unterwegs und im Einsatz war:

-> 3 Wochen in Briancon (Dauphine-FRA) mit Zwischenstop in Finale

-> Betreuung von Athleten des DAV München & Oberland Bayerischer Jugendcup Berchtesgaden

-> 7 tägige Lehrgangsleitung Trainer C-Wettkampf in Neu-Ulm

-> 2,5 tägige Leitung einer Fortbildung zur Klettertechnik in Darmstadt

-> Einsatz als Schiedsrichter auf dem Deutschen Leadcup in Darmstadt

-> 5 tägiger Routenbaueinsatz auf dem internationalen Jugendwettkampf ARGE-ALP und der Süddeutschen Meisterschaft in Neu-Ulm

-> Teilnahme am Deutschen Leadcup in Neu-Ulm

-> 5 tägiges Trainingslager mit dem Wettkampfkader von DAV München & Oberland im nördlichen Frankenjura (Check Tarifa von Tenaya)

-> Betreuungseinsatz von Athleten des DAV München & Oberland auf dem Deutschen Jugendleadcup in Berlin

-> 2 tägiges Treffen des DAV Bundeslehrteam Wettkampfklettern im StudioBloc in Pfungstadt

-> Einsatz Jury President auf der Sächsischen und Berliner Bouldermeisterschaft.

In loser Reihenfolge werde ich die o.g. Ereignisse in einer Rückschau revue passieren lassen…

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Die 10 besten Bücher zum Thema „Besser Klettern“

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Die Anzahl der Bücher zum Thema Klettern scheint genauso exponentiell zu wachsen wie die Anzahl der Kletterer. Neben viel Belletristik gibt’s natürlich auch eine Menge anspruchsvoller Literatur, die sich mit der Frage befasst, wie eine Verbesserung des Kletterkönnens erreicht werden kann. Die meisten High-End-Kletterer stimmen überein, dass ab einem bestimmten Niveau die Kopfarbeit die wichtigste Rolle bei der Verbesserung des persönlichen Könnens spielt. D.h. man muss nicht unbedingt nur klettern und trainieren, um im Klettern besser zu werden. Mindestens gleichbedeutend ist die  Erweiterung des eigenen Wissens und das Reflektieren des eigenen Tuns, um die eigenen „blinden Flecken“ herauszufiltern.

Ich habe aus den vielen deutschsprachigen Kletterbüchern meine „Top 10“ ausgewählt. Warum gerade diese 10? Jedes dieser 10 Bücher hat Alleinstellungsmerkmale oder ist das Standardwerk zu einem oder mehreren Themen. Manche der 10 überschneiden sich inhaltlich, meines Erachtens nach hat jedes der 10 außergewöhnliche Stärken . Wichtig: die neuesten Ausgaben der genannten Bücher enthalten z.T. sehr wesentliche Verbesserungen und Ergänzungen. Ich habe die Bücher ausserdem in Reihenfolge meiner persönlichen Vorliebe gereiht. Wenn du auf die Bilder clickst wirst du direkt zum Verlag verlinkt.

 


sicher-sichernSicher Sichern von Michael Hoffmann.

Es gibt viele (auch sehr gute) Werke zum Thema Sicherungstechnik auf dem Markt. Von der Anschaulichkeit und Vollständigkeit ragt dieses Buch jedoch heraus. Es liest sich flüssig und stammt von einem hochkompetenten Autor. Alleine beim Thema des heutzutage kaum mehr verwandten Sicherungsgerätes Cinch ist das Buch nicht mehr ganz up to date. „Sicher sichern“ ein Standardwerk für jeden Sport- und Alpinkletterer.

 

 

 

 

 

 

 


soweit-die-händeSoweit die Hände greifen (neueste Ausgabe 2014!) von Dr. Volker Schöffl und Dr. Thomas Hochholzer.

Die „Bibel“, was medizinische Fragen in Sachen Klettern angeht, von den IFSC- und UIAA- Ärzten, die auch das österreichische und das deutsche Nationalkader Klettern betreuen. Auch die Kapitel Dehnen, Tapen, Ernährung und Doping sind lesenswert. Gehört in jede nur halbwegs gute Kletterbibliothek.

 

 

 

 

 

 

 


9von109 von 10 Kletterern machen dieselben Fehler von Dave McLeod.

Das Buch liegt erst seit einiger Zeit in deutscher Übersetzung vor. Es hat in der Kletterszene eingeschlagen wie eine Bombe. Die Verknüpfung der Inhalte und das Aufbrechen alter (falscher) Denk- und Verhaltensschemata ist wegweisend. McLeod hat bei mir persönlich eine Reihe an Impulsen ausgelöst (d.h. ich habe über manche Aspekte und neuen Verknüpfungen lange nachgedacht und mein Klettern entsprechend geändert). Ein Muss für jeden Kletterer ab dem 8. UIAA Grad. Was das Sturztraining angeht, würde ich mich detaillierter mit Sicherheitsaspekten auseinandersetzen, als es McLeod beschreibt. Dennoch, das Buch ist ein Meilenstein in der Entwicklung des Klettersports. McLeod ist darüberhinaus Sportwissenschaftler – er weiss, wovon er redet und hat einige der Autoren der anderen 9 Bücher mit seinem Werk befruchtet.

 

 


 

peak-performancePeak Performance (neueste Ausgabe 2014) von Prof. Dr. Guido Köstermeyer.

Viele Kapitel gibt es so ähnlich schon in anderen Büchern (gerade auch in den anderen 9), aber es gibt kein Buch, in dem sich eine solch geballte Fülle an (wissenschaftlich gesichertem) relevantem Wissen zum Klettern findet. Kein Wunder, dass „Peak Performance“ das Standardbuch für die Trainerausbildung im Leistungsbereich ist. Ein Muss für jeden kletternden Sportstudenten und für jeden ernsthaft ambitionierten Leistungskletterer. Besonders lesenswert sind die Kapitel zu den verschiedenen Konditionstrainings und zur (nicht-linearen-) Trainingsplanung. Es gibt kein Werk, in dem moderne Sportklettertechnik aktueller und übersichtlicher (Stichwort: „Standardbewegung“) vermittelt wird. Auf Grund der Fülle an Informationen ist die Darstellung teils etwas trocken, was den interessierten Leser aber nicht abschrecken wird.

 


 

trainingsscriptTrainingsskript für das Wettkampfklettern (neue Ausgabe 2014!) vom DAV-Bundesverband

Wer Peak Performance gelesen hat, der ist gerüstet um sich mit systematischem Training und Trainingsplanung in der Praxis zu befassen. Für Trainingsübungen jedweder Art (Taktik, Technik, Mental, Kondition) ist das Trainingsskript des DAV (neueste Ausgabe in Farbe) die richtige Wahl. Es enthält viele Wettkampfübungen, aber die allermeisten Übungen eignen sich für jeden Kletterer der schärferen Art. Das Coole an diesem Skript ist die DIN-A5-Ringbuchform – das passt in jeden Kletterrucksack. Gibt’s beim DAV-Bundesverband im Internet: http://www.dav-shop.de/default.aspx

 


 

gimme-kraftGimme Kraft vom „Cafe Kraft-Frankenteam“ um Patrick Matros.

„Gimme Kraft“ ist das Standardwerk zum Krafttraining! Auch hier gilt: bevor man loslegt, sollte man sich noch genauer über die Gefahren, Risiken oder Sinnhaftigkeit der vorgestellten Übungen informieren. Ein weiterer Grund, warum man um „Peak Performance“ und „Soweit die Hände greifen“ nicht herumkommt. In seiner Aufmachung kommt „Gimme Kraft“ voll zeitgemäß daher. In Zeiten, in denen Boulderhallen wie Pilze aus dem Boden schiessen, liegt „Gimme Kraft“ genau am Puls der (jungen) Kletterbewegung oder ist seiner Zeit sogar voraus.

 

 


 

besser-bouldernBesser Bouldern von Andi Hofmann (neue Auflage 2014!)

Wer das Bouldern liebt und in dieser Disziplin besser werden will, der sollte sich unbedingt „Besser Bouldern“ zulegen. Das Buch verfügt über eine ganze Reihe an Alleinstellungsmerkmalen zum Thema. Nirgendwo werden die Themen Coaching (vorrangig ein Boulderthema), Spotten und Bouldertechnik (viele Fotos zur Standardbewegung und boulderspezifischer Ausführung) besser abgehandelt. Zum Thema Klettercoaching gibt es nichts annähernd Vergleichbares im deutschsprachigen Raum. Das Buch, das von einem hochkompetenten Autor stammt, gibt’s für einen Spotpreis von 19,90. Verbunden damit ist eine freiwillige Spende an den Autor, die m.A. ein Muss ist!

 

 

 


 

rock-warriorsRock Warrior von Arno Ilgner

U.a. auch „Peak Performance“ und „9 von 10 Kletterern(…)“ befassen sich ausführlich mit mentalen Gesichtspunkten beim Training. Neu in deutscher Übersetzung liegt jetzt „Rock Warrior“ von Arno Ilgner vor, das sich (manchmal etwas zu) ausführlich mit diesem Thema befasst. Auch wenn sich Ilgner in vielen Punkten widerholt, teilweise etwas esoterisch ausdrückt und der inhaltliche Fokus auf der Sturzangst liegt, so gibt es aktuell kein vergleichbares Buch zum Thema. Deshalb ist „Rock Warrior“ ein Standardwerk – gespickt mit wertvollen Praxishinweisen zu mentalen Fragen beim Klettern. Wer sich durch die 200 Seiten „frisst“, wird sicherlich eine Bereicherung für sein Klettern und darüber hinaus erfahren.

 

 

 


kletterspiele_bKletterspiele vom OeAV.

Es gibt über ein halbes Dutzend deutschsprachige Bücher zu diesem Thema auf dem Markt. Unschlagbar unter den vorgenannten ist „Kletterspiele“ vom OeAV. Eine simple Registertechnik ermöglicht eine hocheffektive Nutzung dieses DIN-A4-Ringbuchheftes. Je nach Gruppengröße, Ort, zur Verfügung stehendem Hilfsmaterial und beabsichtigter Wirkung kann blitzschnell die passende Übung herausgesucht werden. Tip: Favoriten raussuchen und sie an die eigenen Voraussetzungen anpassen.  „Kletterspiele“ gibt’s im Internet https://www.alpenverein.at/shop/shop/artikel.php?h_no=12098 und soll demnächst in einer neuen Auflage auf den Markt kommen.

 

 


leerbuchDas Kletterbuch, das es (noch) nicht gibt

Meiner Ansicht nach bestehen auf dem Kletterbuchmarkt aktuell noch große Lücken. „Rock Warrior“ könnte noch „griffiger“ sein, der Bedarf zur Verbesserung des mentalen Könnens ist groß. Damit verbundenes, effektives Sturztraining in der Praxis ist eine hochkomplexe Angelegenheit, die zum Teil sogar in der Ausbildung noch nicht sehr detailliert vermittelt wird. Auch hier ist der Bedarf sehr groß. Das Thema Jugendtraining/Klettern mit Kindern & Jugendlichen wird zwar in der Ausbildung der Jugend des DAV ausgezeichnet vermittelt, gerade im Leistungsbereich überwiegen jedoch wissenschaftlich orientierte Abhandlungen. Ähnlich schaut es mit der Stärken-Schwächen-Analyse aus. Aus Dutzenden von Lehrgängen und Fortbildungen in den Bundeslehrteams des DAV und darüber hinaus weiss ich, dass gerade dieses Thema stark nachgefragt wird. Zwar bieten Standardbewegung und Standardboulder in der Praxis ein Toptool zur Technikanalyse, aber in Sachen Kondition, Taktik, mentale Herangehensweise und insbesondere auch der Frage der Hierarchisierung der Analyseergebnisse gibt es nur rudimentäre Literatur. Ein noch größerer weisser Fleck in der Landkarte der Kletterliteratur ist aktuell das Thema „Kletterspezifisches Ausgleichs- und Ergänzungstraining“. Hier steckt die Forschung selbst noch in den Kinderschuhen, einige der vorgenannten Bücher streifen das Thema. Erste Übungen wurden erst kürzlich in die DAV-Trainerausbildung aufgenommen. einige professionell kletternde Physiotherapeuten sind diesem Thema im Moment im deutschsprachigen Raum „auf der Spur“ (u.a. Hajo Friederich, Bernd Bachfischer). Veröffentlichungen dazu lassen auf sich warten, bzw. gehen über den Umfang eines Skriptes oder Kurzartikels nicht hinaus. An der Spitze der Entwicklung steht hier m.A. aktuell Hajo Friederich aus Berchtesgaden (http://www.hajo-friederich.de/), der mit einer Vielzahl von Übungen aus Feldenkrais, Yoga und Physiotherapie eine Ausbildungsreihe mit kletterspezifischen Ausgleichs- und Ergänzungsübungen in unterschiedlichen Niveaus entwickelt hat. Sein (noch nicht veröffentlichtes) Buch wird vermutlich eine sehr nachhaltige Wirkung auf die Kletterszene haben.


Passion_verticale_cover_kleinPassion Verticale von Pirmin Bertle

Kein Buch, um sich zu verbessern, sondern ein Bildband – aber wozu noch Bildbände heutzutage? Gibt’s doch alles online. Hmm, schon mal am Computer einen richtig guten Fotoband übers Klettern angeschaut? Nein? Das bringts auch nicht, denn es ist flüchtig wie alles Virtuelle – es ist nicht deines es gehört allen – Fluch und Segen der modernen Kommunikation. Aber Emotionen visuell ansprechen, ohne störende Einflüsse, das geht am besten mit einem Buch, mit dem man sich bei Bedarf z.B. aufs Sofa oder auch ans stille Örtchen zurückziehen kann, das man in eine Tasche stecken kann, um im Wartezimmer, in der U-Bahn, … darin zu blättern. Es gibt dutzende tolle Bildbände zum Klettern. Mein Favorit: „Passion Verticale“ von Pirmin Bertle. Ein kluger Autor (ent-)führt mit wunderschönen Aufnahmen in die Stille der europäischen Kletterwelt. Einfach nur um zu geniessen, zu sinnieren, zu träumen …


 

Epische WM

Nils und Sarah an der Front (vorne links); Foto: Marko Kost / DAV

Nils und Sarah an der Front (vorne links); Foto: Marko Kost / DAV

Wer sich selbst erkannt hat, kann alles bewegen. Intuition und Verstand im Bündnis sind die Basis des Sieges. Da Genies ihre Grenzen kennen, machen sie aus allem das Beste. Wenn Anmut, Kraft und Klugheit dabei ein Triumvirat bilden destilliert sich das Unaussprechliche. Mens agitat molem – der Geist bewegt die Masse! Die Kraft von Tausenden zeitgleich gebündelt ist eine unschlagbare Turboenergie.  Bilder haben eine eigene Sprache (Fotogalerie von Walter Treibel…):

Moni am ersten Finaleboulder; Foto: Marko Kost / DAV

Moni am ersten Finaleboulder; Foto: Marko Kost / DAV

Melissa und Dimitriy im Umfeld der Party; Foto: Benjamin Lipinsky

Melissa und Dimitriy im Umfeld der Party; Foto: Benjamin Lipinsky

 

Adam Ondra im Halbfinale; Foto: Nicolas Altmaier / DAV

Adam Ondra im Halbfinale; Foto: Nicolas Altmaier / DAV

Adam Ondra topt Finaleboulder Nr. 3; Foto: Marko Kost / DAV

Adam Ondra topt Finaleboulder Nr. 3; Foto: Marko Kost / DAV

Jan Hojer startet in Finaleboulder Nr. 3; Foto: Marko Kost / DAV

Jan Hojer startet in Finaleboulder Nr. 3; Foto: Marko Kost / DAV

Die Sekunde in der Adam Weltmeister wird; Foto: Marko Kost / DAV

Die Sekunde in der Adam Weltmeister wird; Foto: Marko Kost / DAV

 

Siegerehrung Herren; Foto: Marko Kost / DAV

Siegerehrung Herren; Foto: Marko Kost / DAV

Siegerehrung Damen; Foto: Marko Kost / DAV

Siegerehrung Damen; Foto: Marko Kost / DAV

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Gänsehautfeeling in der Quali Damen

Moni Retschy und ihr Fanclub nach der erfolgreichen Quali

Moni Retschy und ihr Fanclub nach der erfolgreichen Quali

Bereits die Qualifikation der Damen verursachte Gänsehautfeeling. Ca. 2000 Zuschauer verfolgten heute eine superspannende erste Runde der Damen der Boulderweltmeisterschaft. Es ging hoch her, zeitweise war die Stimmung ähnlich der eines Finales. Moni Retschy konnte sich mit viel Einsatz einen hervorragenden 7. Platz sichern und zieht damit souverän ins Halbfinale ein. Ein kleiner Fanclub begrüßte die strahlende Wettkampfklettererin kurz nach dem erfolgreichen Abschluss der Qualifikation (s. Foto). Fast alle Karten für den Finaletag morgen sind ausverkauft – volles Haus also in der Weltmetropole des Kletterns ist angesagt! Wer wird Weltmeister/in? Diese spannende Frage treibt alle um, die nah am Geschehen dran sind. Heute habe ich eine weitere Umfrage, dieses Mal unter dem Helferpersonal gestartet. Sie ging wie folgt aus:

Das Ergebnis Herren (in Klammern Anzahl Nennungen): Sean McColl (11), Jan Hojer (6, Kilian Fischhuber (4), Dimitriy Sharafutdinov (2)

Das Ergebnis Damen: Shauna Coxey (6), Jule Wurm (6), Akiyo Noguchi (4), Moni Retschy (3) Alex Puccio (3), Michaela Tracey (2)

Umfrage unter den Officials der Boulderweltmeisterschaft…

ausführlicher Bericht des DAV zur Damenqualifikation…

 

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Boulderweltmeisterschaft Quali Herren

Boulderweltmeisterschaft: Herren Qualifikation am 21.8.; Foto: DAV

Boulderweltmeisterschaft: Herren Qualifikation am 21.8.; Foto: DAV

Die Boulderweltmeisterschaft ist heute mit der Quali der Herren gestartet. Das Helferteam der DAV Sektionen München & Oberland war zeitweise ziemlich am „rotieren“ – aber es lief alles wie am Schnürchen ab. Wir können im 6. Jahr internationaler Wettkämpfe in München (2009 EYS, seit 2010 Boulderweltcups) eine hocheffektive Routine zur Wirkung bringen.

Davon abgesehen, ließ bereits die Herrenquali erahnen, was das große Highnoon am Samstag bieten wird. Spannung pur, Kletterkunst vom Allerfeinsten und damit ein riesiges Event, das Seinesgleichen in der Welt des Kletterns sucht. Fast alle Favoriten bei den Herren konnten sich für das Halbfinale qualifizieren. Nur dem bekannten Russen Rustam Gelmanov gelang der Einzug ins Halbfinale leider nicht. Dafür zogen gleich drei deutsche Wettkampfboulderer souverän ins Halbfinale ein. Jan Hojer (3.), Thomas Tauporn (4.) und Matze Conrad (11.) werden am Samstag um nichts geringeres als den Finaleeinzug kämpfen. Ihre Leistung heute war schon berauschend. Sowohl Thomas Tauporn als auch Jan Hojer haben ganz sicher noch größeres im Sinn. Sie wollen Weltmeister werden.

Matze Conrad topt den entscheidenden 5. Boulder; Foto: DAV

Matze Conrad topt den entscheidenden 5. Boulder; Foto: DAV

Ich habe mir heute erlaubt ca. 15 meist deutsche Offizielle der Boulderweltmeisterschaft (vom Schiri bis zum Schrauber)  zu befragen, wer ihrer Meinung nach das Zeug zum Weltmeister hat. Ausdrücklich habe ich betont, dass nicht der/die Wunschkandidat/in, sondern der/die Beste genannt werden sollte.

Das Ergebnis Herren (in Klammern Anzahl Nennungen): Jan Hojer (4), Thomas Tauporn (4), Dimitriy Sharafutdinov (3), Sean McColl (2), Adam Ondra (1)

Das Ergebnis Damen: Juliane Wurm (4), Shauna Coxey (3), Akiyo Noguchi (3), Alex Puccio (2), Monika Retschy (2)

Die Auftritte von Thomas Tauporn und Sean McColl waren tatsächlich überzeugend, wer in den Prognosen eindeutig fehlt, ist Kilian Fischhuber, der immerhin als Bester heute abgeschlossen hat, aber mit seinem unauffällig-effektiven Kletterstil (noch) nicht so auftrumpft. Vielleicht gelingt gerade ihm, dem österreichischen „alten Wettkampfhasen“ nach einer sehr durchwachsenen Saison das ganz große Meisterstück?


Ausführlicher Bericht des DAV…

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Weltmeisterschaft in München

21.-23.8. Boulderweltmeisterschaft Olympiastadion; Foto: DAV

21.-23.8. Boulderweltmeisterschaft Olympiastadion; Foto: DAV

Nur noch drei Tage dann startet die Boulder Weltmeisterschaft am 21.8. in München. Am Olympiastadion wruden nagelneue Wettkampfwände aufgebaut. Das international und hochkarätig besetzte Schrauberteam zaubert bereits an den unglaublichsten Bewegungsproblemen. Schon jetzt zeichnet sich ein Rekord ab: 212 Athleten aus insgesamt 44 Nationen haben sich zum friedlichen Wettstreit angemeldet. Von Hongkong bis Peru und von Adam Ondra bis Daniel Woods sind alle Kletterer, die Rang und Namen haben dabei.

Wer wird der/die Boulderweltmeister/in?

Diese äußerst spannende Frage wird erst beim Highnoon, dem Finale der Weltmeisterschaft geklärt. Ich leite  das Helferteam. Nach vier äußerst erfolgreich abgehaltenen Boulderweltcups seit 2010, werden „meine“ Leute, die sich hauptsächlich aus Aktiven der DAV-Sektionen München & Oberland zusammensetzen, genauso ihr Bestes geben, wie die Athleten selbst. Ein unvergleichliches Kletterevent steht München bevor…

Das mitreissende Teaser-Video zur WM…

Infos zur WM…

 

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