CLIMB FREE die Dritte

Plakat 3. CLIMB FREE 2011

Plakat 3. CLIMB FREE 2011

Am 26./27.2. findet der dritte CLIMB FREE auf der Münchner Messe F.re.e. statt. Als Hauptorganisator arbeite ich mit meinem Team seit geraumer Zeit an der Vorbereitung. Die Startplätze sind schon fast alle voll. Die Wände stehen und es wird schon überlegt wie die Boulder aussehen werden. Deti Fliegl hat dieses Mal einen sensationellen Teaser kreiert. Im Moment bin ich täglich auf der ISPO, Kontakte knüpfen und Pläne schmieden. Die Sports-Community ist in einem absoluten Hoch und alles ist möglich…

Weitere Infos zum 3. CLIMB FREE…

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Bundeswehr goes Climbing

Die "Bundeswehrkameraden"

Die "Bundeswehrkameraden"

Es ist schon eine Weile her, daß ich diesen Kurs geleitet habe, aber nichts desto trotz möchte ich hier noch etwas dazu berichten. Im Oktober 2010 hatte ich das Vergnügen zusammen mit meinem Kollegen Christoph Driever vom DAV-Lehrteam Sportklettern eine Reihe „Kameraden“ aus der mittleren Führungsebene der Bundeswehr zu Trainer-C und Kletterbetreuern ausbilden zu dürfen. Auch bei diesem Kurs gab es viel zu Lachen und alle (mich eingeschlossen) haben neue Erfahrungen gemacht. Z.B. daß mit optimalem Führungsverhalten, dennoch völliger Blödsinn vermittelt werden kann. Oder: daß kein einziger Teilnehmer auch nur ein einziges Mal „gezickt „hat wegen der Prüfung zum Ausbildungsende (habe ich bis dato noch nie erlebt). Respekt an die „Kameraden“ was ihre Nervenstärke angeht, an diese Woche werde ich mich gerne zurück erinnern!

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Hoher Aufforderungscharakter

IAK-Topropewand, Höhe: 8m

IAK-Topropewand, Höhe: 8m

Im Dezember 2010 habe ich zusammen mit Oliver Wimmer wieder eine Kletteranlage errichtet. Dieses Mal in der Mehrfachturnhalle des Isar-Amper-Klinikums (IAK) in Haar bei München. Die 8m hohe Kletterwand ist nur zum Topropen vorgesehen und soll von psychisch belasteten Patienten genutzt werden, die auch unterdurchschnittlich sportlich sein können. Im Januar habe ich dann im Auftrag des DAV-Hauptverbandes 3 Sporttherapeuten u.a. an der Topropewand zu offiziellen Kletterwandbetreuern ausgebildet. Drei weitere Sporttherapeuten bildete ich an der IAK-Wand im Auftrag der Rotpunktschule zu „einfachen Topropebetreuern“ aus. Mir hat sowohl die Arbeit mit Oliver Wimmer als auch die Arbeit mit den Sporttherapeuten sehr viel Spaß gemacht. Auch als Ausbilder lerne ich jedesmal wieder dazu und werde mit Neuem konfrontiert. Dieses Mal mit der Problemstellung: Wie halte ich eher passive Patienten bei der Stange? Wie schaffe ich es eine angemessene Herausforderung zu gestalten ohne zu überfordern? Eine Problematik die sich mit kletternden Kindern auch immer wieder ergibt. Kinder regulieren solche Situationen oft durch ihr aktiv eingebrachtes Feedback. Bei psychisch belasteten Patienten ist das oft nicht so…Dennoch, schon nach wenigen Tagen der Nutzung stellte sich heraus, daß die Kletterwand einen sehr hohen Aufforderungscharakter hat und gerade bei der beschriebenen Problematik, vieles einfacher macht. Es handelt sich vermutlich bundesweit um die erste Seilkletteranlage in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Ausbildung zum Kletterwandbetreuer

Ausbildung zum Kletterwandbetreuer

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Adam Ondra in Sharmas „Golpe de Estado“ (Staatsstreich)

Adam Ondra auf dem Boulderworldcup 2010 in München rechts: Anna Stöhr);      Photo: Udo Neumann

Adam Ondra auf dem Boulderworldcup 2010 in München (rechts: Anna Stöhr); Photo: Udo Neumann

Ouaaaahhhrrrr, „Mr. Best of all“ macht bei unter 0° Siurana (Spanien) unsicher. Wer sich den Vorschautrailer zum neuesten Film über den Wunderkletterer ansieht, dem wird klar warum Adam bisweilen eine heisere Bärenstimme hat …

sieh (und höre) selbst…

ach ja und noch was: Adam hat einen BMI von 17,5 (1,85 m bei 58 kg). Damit dürfte er in Österreich auf keinem offiziellen Wettkampf starten (erlaubter Grenzwert: 19,0). Sollte Adam nicht magersüchtig sein, so ist vermutlich eine seiner größten Lebensleistungen, daß er nie in die Talentfalle getappt ist. Seine beiden (kletterbegeisterten) Eltern meinen dazu: „Wir haben nie Druck auf ihn ausgeübt“.

Homepage von Udo Neumann…

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Bayer. Vorstiegsmeisterschaft 2010

Bayerische Vorstiegsmeisterschaft 2010

In der 2. Quali, Photo: Markus Stadler

Vergangenes Wochenende fand in Rosenheim die bayerische Meisterschaft im Vorstieg (Jugend und Erwachsene) statt. Es war der einzige Vorstiegswettkampf an dem ich dieses Jahr teilnahm. Obwohl ich seit Pfingsten eigentlich nur gebouldert habe (4 SL am Fels und 6 in der Halle) lief es ganz gut für mich. Wieder einmal bedeutete die Kombination Offener Griff/hoher Tritt mein viel zu frühes Aus. Zwei Wochen zuvor hatte ich am IG-Adventsbouldercup im Heavens Gate teilgenommen. Dort war außer mir noch ein Riese am Start: Peter Würth einer der besten Boulderer Deutschlands. Er gewann zwar souverän, hatte jedoch an  den selben größenfeindlichen Zügen (offener Griff-hoher Tritt) ähnliche Probleme wie ich. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß es sich eines Tages auch bis zu den Schrauber aller Hallen herumspricht, daß Griffoberflächen ab 30° Neigung gemäß Biomechanik  i.d.R. unhaltbar werden. Dieser Positionskiller tritt für große Kletterer früher auf als für durchschnittlich große oder gar kleine Kletterer, Letztere haben in dieser Situation sogar Vorteile. Das Problem: wenn große Kletterer an einer solchen Stelle rausrutschen, dann schaut das meist recht unspektakulär aus (im Gegensatz zu einem unfairen Längenzug für kleine Kletterer). Ich habe schon viele Zuschauer gehört die meinten: „der/die hat  zu wenig Kraft“ -> Gegenbeweis: Peter Würth, ach ja und die einfachen Regeln der Physik (Reibungskoeffizient etc.), aber was sagen die schon aus? Wenn dagegen überdimensional weite Züge die kleinen Kletterer aussortieren, dann wird (m.A. zur Recht) geschimpft. Ein Anlaß zum Nachdenken… Dennoch: der Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht, wie immer beim Wettkampf.

Bericht aus Sicht der DAV Sektionen München & Oberland…

Bericht von Monika Retschy mit Tagesergebnissen vom Samstag…

Homepage von Markus Stadler…

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Schiedsrichter sein, das ist nicht schwer, Wettkampfkletterer sein dagegen sehr viel mehr…

Sebastian Halenke macht Sammy die Hasenohren

Sebastian Halenke macht Sammy die Hasenohren

Am vergangenen Wochenende war ich als Schiedsrichter zusammen mit Johannes Altner, Markus Zöll und Sonja Schade auf dem nationalen Wettkampfhöhepunkt der Saison, der deutschen Meisterschaft in Leipzig im Einsatz. Etwas kränkelnd aber den Umständen entsprechend hochmotiviert ging ich meiner Aufgabe, eine gerechte und sportlich faire Wertung der Teilnehmer zu sichern nach. Bei den Herren siegte erneut der vielseitig aufgestellte und brilliante Techniker Markus Hoppe. Bei den Damen grüßte erneut das „Wurmeltier“, sprich Juliane Wurm wurde zum xten Mal deutsche Meisterin. Insgesamt 5 Jugendnachwuchsathleten aus meinem Umfeld (Kletterteam München & Oberland) waren mit am Start. Hauptschiedsrichter Johannes Altner, wollte mich eigentlich entlasten und setzte mich nicht als Routenschiri ein. Eigentlich ist es für mich kein Problem meine eigenen Leute mit zu „schiedsen“, denn ich habe mir in den Jahren angewöhnt, in solchen Fällen besonders selbstkritisch zu urteilen. Nicht wie üblich als Routenschiri „an der Front“ rutschte ich jedoch in eine überraschende Situation. In Folge eins Clipfehlers von Pema Sherpa bedeutete meine Zustimmung gegenüber dem Routenschiri, daß die kleine Talentklettererin letztlich aus der Wand mußte. Ich hatte ein ziemlich mieses Gefühl dabei. Andererseits, war sowohl mir als auch meiner Tochter Sarah dieser Fehler bereits bei einem offiziellen Wettkampf bereits einmal unterlaufen. Auch Weltspitzenathleten wie Thomas Tauporn sind für ihre Clipfehler berühmt und fair sein kann bisweilen auch hart sein… Insgesamt waren die zwei Tage der deutschen Meisterschaft ein großes Highlight im Klettergeschehen 2010.

Bericht aus Sicht der DAV-Sektionen München & Oberland …

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15. Münchner Hochschulmeisterschaft im Bouldern

Seit ca. 10 Jahren nehme ich am ältesten Münchner Boulderwettkampf, der offenen Münchener Hochschulmeisterschaft teil. Der Wettkampf, findet in der Zentralen Hochschulsportanlage (ZHS) im Olympiapark statt. Er ist der „kultigste“ und zugleich härteste Wettkampf, den ich kenne: Das gesamte Starterfeld wird hintereinander in einen Boulder geschickt. Jeder Starter hat nur zwei Minuten Zeit um den Boulder zu bewältigen. Wer das schafft kommt in die nächste Runde, wer nicht fliegt raus. Bisweilen wird die Regel auch rel. willkürlich abgeändert, z.B.: Wer am wenigsten weit in einem Boulder kommt, fliegt raus. So werden insgesamt 7 bis 8 Boulder hintereinander abgeklettert. Der erste und leichteste ist bei etwa Fb 5c gelistet. Die letzten, schwersten Boulder checken bei etwa Fb 7c ein. Diese letzten Boulder (meist zwei) müssen aus der Isolation heraus geklettert werden. Die Finalisten können also den Kletterern, die vor ihnen in den Boulder starten, nicht zusehen. Im Finale hat jeder Boulderer maximal 5 Minuten Zeit. In den letzten 10 Jahren war es mir fast immer gelungen bis ins Finale vorzustoßen. Meist machte ich Platz 5. Mein bisher bestes Ergebnis war Platz 3. Dieses Mal hatte ich viel Glück: die Boulder hatten nur wenige größenfeindliche Stellen und waren athletisch sowie technisch anspruchvoll. Außerdem liegt mir der KO – Modus, da ich sehr gut mobilisieren kann. So kam ich relativ locker ins Finale und fuhr dort zur Hochform auf. Um ein Haar hätte ich Ralf Grabowski, der am Fels wesentlich stärker unterwegs ist als ich, noch überrundet. Wir lagen nach dem letzten Boulder gleichauf (ich hatte sogar einen Versuch weniger benötigt). So kam es zum Superfinale zwischen mir und Ralf. Das Superfinale konnte Ralf für sich entscheiden. Mit dem 2. Platz bei den Herren unter 40 bin ich, als ältester Teilnehmer (45), jedoch mehr als zufrieden.

Moni Retschy gewann bei den Damen…

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4 Tage Tessin (Cresciano)

Juchhuu, Herbstferien im Tessin

Juchhuu, Herbstferien im Tessin

Herbstferien! Die wollten wir (Steffi, Silja und ich) nicht ungenutzt verstreichen lassen. Was lag näher, als ins sonnige Tessin zu fahren? „Sintflutartige Regenfälle im Tessin“, das waren die letzten Meldungen, die wir hörten, als wir aufbrachen. Empfangen wurden wir von einer herbstlichen Märchenlandschaft: Die Berghänge in den milden Farben der späten Jahreszeit, der Talgrund noch grün, die Felsregionen hoch über uns bereits tief verschneit. Stahlblauer Himmel versprach beste Bedingungen. Weit gefehlt: seifige Griffe, dazu einfach etwas zu warm, kein Grip. Sitzstarts, die mich festnagelten, Schleimgriffe, die mich ausspuckten. Der erste Tag war frustig. Am zweiten Tag überkam mich ansatzweise Verzweiflung, es wurde nicht besser. Lediglich eine 6c+ („Scia Sota“) fand sich für einen Lulatsch wie mich.

Cresciano nicht mein Gebiet?

Silja und Steffi hatten ihren Spaß und boulderten nach Lust und Laune, während ich mit jeder Stunde griesgrämiger wurde. Das Wetter war super, also musste „doch was hergehn“ – aber es ging nix her! Alle Erfahrung hatte ich über Bord geworfen: Die Gewöhnung an den Felstyp, die Anpassung der Unterhautfettschichten, den Spannungsaufbau, die Koordination der Muskelketten.

Pause

Pause

Steffi versuchte mich aufzumuntern: „Vielleicht geht’s besser, wenn es kälter wird?“ Ich winkte ab: „Nein, ich bin einfach nicht in Form“. Am nächsten Morgen war es ziemlich kalt, der Atem stand in der Luft, wieder stahlblauer Himmel. Vielleicht ist jetzt der Grip besser? Ich schöpfte Hoffnung. „Pixel“ eine nette 7a am Gebietseingang forderte mich auf. Alles ging auf Anhieb, nur so ein besch… Zug in der Mitte ging gar nicht.

La Grotte des soupirs

Silja in ihrem Projekt

Silja in ihrem Projekt

Endlich die Erleuchtung: meine Hookschwäche machte mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Ich musste einfach nur kompromissloser hooken und schon gings, wie von selbst. Ein Schrei im Ausstiegsmantel erlöste mich aus der Dreitagestarre. Ich war doch noch nicht zum Wanderer mutiert. Ein einsamer (junger) Schwede kommt heraufgestapft, breitet seine 3 Crashpads unter „La Grotte des soupirs“ (7c+) aus, er bouldert professionell in der „Grotte“. Scheint ein umfangreicheres Projekt von ihm zu sein, er hat fast genau meine Größe, die „Grotte“ fordert Längenzüge und Spanner an großen Griffen. Ich bin angefixt, frag ihn, ob ich auch mal darf: „Yes, take your shoes.“ Ich komme im zweiten Versuch bis wenige Zentimeter an den Cruxgriff. Vom Cruxgriff weg bis zum Schlussgriff ziehe ich sofort im Anschluß im ersten Versuch. Der Schwede ist tief beeindruckt, er hatte mich mit Frau und Kind eher in die Klasse Familienboulderer einsortiert. Noch beeindruckter bin ich selber. Mit einem Dutzend bemitleidenswerten Versuchen am Startgriff hatte ich gerechnet.

Die Klasse der Familienboulderer

Abstieg vom Block

Abstieg vom Block

Von tiefer Zufriedenheit ergriffen, erkläre ich dem Schweden, daß ich jetzt wieder mit meiner Familie weiterbouldern will. Er schaut mich fassungslos an und meint: „You need only 5 Minutes for „La Grotte“, try it!“. Ich lächle in mich hinein und lasse den sympathischen Kerl an der „Grotte“ zurück. Eine altbekannte Energie durchströmt mich, ich hatte mich mit Eigendruck selbst blockiert. Ab jetzt wollte ich locker bleiben. Ich betreue Silja und Steffi beim Bouldern. Dann noch eine 6c+ trav. im 1. Versuch, die mich aber völlig plättet. Am Abend feiere ich meine Wiedergeburt. Am Tag 4 schlafe ich zum ersten Mal seit langem wieder aus, es ist noch kälter, die weißen Berge über uns heben sich ganz klar vom blauen Himmel ab. Wir sind später an den Blöcken als sonst und haben uns die mittleren Sektoren vorgenommen. Mit herrlichen Genußbouldern wärmen wir uns im Sektor Cubo auf. Ich fühle mich stark wie ehedem. Eine unangenehme Ein-Zug-Sitzstart-7a ergibt sich sofort. Im Anschlusssektor lacht mich eine athletische 7b+ an. Ein paar Versuche später und nach dem kurzzeitigen Hängen an zwei Fingerspitzen stehe ich auf dem Block und schreie meine Freude hinaus.

Absprung...

Absprung...

Dai zeigt wie‘ s geht

Immer wieder coache ich Steffi und Silja, was mir ebenso Spaß macht, wie wenn ich selbst den Fels angreife. Noch schnell in Naso di Zmut, einem wunderschöner Sektor vorbeigeschaut. Den Namensgeber des Sektors („nur“ 6b – aber ein Riesentod) on sight eingesackt. Dann  „L’Eliminante“ 7a+ trav. im 1. Versuch abgehakt. Während ich mit Silja und Steffi bouldere, entdecke ich Dai Koyamada, der gerade seinen 352. Versuch in „Confessions“ (8b+) startet. Gamba, gamba, Dai! Dai zählt zu den besten Kletterern der Welt (u.a. „Aktion Direkt“ und „The Story of two worlds“). Sein präziser und eleganter Stil, der mit der Kraft eines Herkules gepaart ist, könnte aus fernöstlicher Kampfkunst abgeleitet sein. Dazu weist er noch die typisch japanische Höflichkeit auf, eine bemerkenswerte Mischung. Hannes Huch hat ein paar Kurzfilme über Dai im Internet veröffentlicht – sehr sehenswert. Von Dais ruhiger Entschlossenheit beflügelt, noch eine pressige Namenlose 7a eingeworfen, und als Abschluß im Halbdunkeln im Sektor Danilo die “Tricipite Surale“ (7a+), eine unharmonische Hangel-Hook-Traverse im on sight abgeholt. Silja boulderte ihre zweite 6a+ und Steffi ihre zweite 6b. Am Abend wieder Maroni und Wein, dazu ein gepflegtes Schnipp-Schnapp. Herbstferien, wie sie besser nicht sein konnten!

Bouldern macht Spaß

Bouldern macht Spaß

PS: auf Dais Blog ist ein Photo von Siljas liebster Freundin Schluribumbi im Tiefschlaf zu sehen… :), darunter ein Photo vom Blick aus exakt unserem Pensionsfenster vom Oktober…

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Zwischen Schubladendenken und Hellseherei

In den letzten 7 Jahren habe ich ca. 400 Menschen in Kletterkursen und -trainings begleitet. Die meisten davon Kinder/Jugendliche aber auch nicht wenige Erwachsene. Viele tausend Trainingsstunden habe ich in den letzten Jahren gegeben. Nach ein paar Jahren fielen mir zunehmend einzelne ähnliche Klettertypen unter den zu Trainierenden auf (z.B. Eindrehtyp). Ein Typ ist durch besondere Auffälligkeiten geprägt, die sein Klettern zum Guten wie zum Schlechten prägen.  Als ich mich mit den Klettertypen intensiver befasste, stellte ich fest, dass diese „Typen“ oft auch andere Ähnlichkeiten aufwiesen (z.B. Eingangssportarten, Bewegungsstil, Kraftniveau, Morphologie etc.), manche sogar z.B. beruflich ähnlich aufgestellt waren, mit der allentscheidenden Sicherheitstechnik ähnlich umgingen etc.  Ich entdeckte weitere Kennzeichen von Klettertypen und begann die Typen genauer zu analysieren. Ich lernte in fast unveränderbare (z.B. morphologische) und veränderbare (z.B. Techniken) Fakten, die einen Klettertypen kennzeichnen, zu unterscheiden.Viel Mühe gab ich mir bei der Ursachenforschung, die einen Klettertyp bedingt. Dabei halfen mir besonders Techniken des Coaching, die ich in meiner B-Trainerausbildung 2006 gelernt hatte. Insbesondere bei der Ursachenforschung kam ich auf immer detailliertere Zusammenhänge, warum ein Kletterer bestimmte Typmerkmale erfüllt und wie diese möglichst schnell (innerhalb von Minuten) möglichst eindeutig zu ermitteln sind. Ich begann mir zunehmend einen (heimlichen) Spaß daraus zu machen, die „Trainingsinteressenten“ schon beim ersten Gespräch am Telefon (ohne diese zu sehen) oder beim ersten Kontakt im Klettergarten (ohne diese je beim Klettern beobachtet zu haben) einem bestimmten Klettertyp probeweise zuzuordnen. Ich war sehr erstaunt, wie oft ich richtig lag. Ich erkannte, dass sich bestimmte Klettertypen eher gegenüberstehen und damit ergänzen. Andere Typen sind nah beisammen und weisen fließende Übergänge auf. Ich entdeckte mit der Zeit zunehmend, worin die jeweiligen Schwächen und Stärken (z.B. Taktik, Psyche, Kondition etc.) der unterschiedlichen Typen lagen und woran die jeweiligen Typen arbeiten könnten um sich zu verbessern (natürlich abhängig von ihrer Zielvorstellung).

Bisweilen wiesen die Kletterer, die ich kennenlernte ein oder mehrere Auffälligkeiten auf, die aus ihrem Typmuster ausscherten. Da ich ein sehr wissensdurstiger Mensch bin, befasste ich mich bevorzugt mit Auffälligkeiten die ich nicht zuordnen konnte. Dabei kam ich zu meiner Überraschung auf Folgendes:

  1. Ich entdeckte einen sog. „versteckten“ Mangel bei dem Kletterer. Der versteckte Mangel konnte ein Hinweis sein, wo am effektivsten angesetzt werden kann.
  2. Ich entdeckte einen Mangel in meinem Wissensschatz, der mich in meiner Typanalyse und zugleich auch in meinem Wissen zu meinem eigenen Klettern weiterbrachte.

Die Reaktionen, die ich auf meine Typanalysen bisher erfahren habe, lassen sich zwischen Ablehnung („Schubladendenken, du bist nicht mehr offen“) und Überhöhung („Hellseherei, wie konntest du das wissen?“) einordnen.

Meine Ansicht ist, dass ich mich ziemlich in der Mitte zwischen diesen beiden Polen bewege. Mittels Erfahrungen und selbstkritischer Reflektion habe ich eine nützliche Methodik entwickelt, um mich und andere systematisch erfolgreich zu trainieren.

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Spielen wie ein Kind

Argentinien gegen Elfenbeinküste: die Giraffe hält das Tor sauber

Argentinien gegen Elfenbeinküste: die Giraffe hält das Tor sauber

Oh ja, wieder Spielen wie ein Kind. Wäre das nicht schön? Kein Druck (Zeit, Leistung, sonstige Erwartungen), einfach NUR Spaß haben. Dazu hatte ich am vergangenen Wochenende in Rieden bei Füssen (Allgäu) Gelegenheit. Im Kletterzentrum Rieden hatten sich 11 Klettertrainer, unter der Leitung von Jens Werchau und mir, zusammengefunden um gemeinsam herauszufinden, was Kindern beim Klettern Spaß macht. Wir haben von morgens bis abends getobt, geknobelt, gekämpft und gelacht und sogar auch ein bischen geklettert … einfach wunderbar.

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