Sarah bouldert in der Kitzcupquali auf Platz 2

Ein deutscher Bouldercup findet diesjährig wieder in Zusammenarbeit mit dem ÖAV in Kitzbühel („Kitzcup“) statt. Dort startet die deutsche und die österreichische Wettkampfelite gemeinsam. Moni hatte von Anfang an Schmerzen im Ellbogen (Tennisellbogen) und konnte nicht richtig stützen, was sie ziemlich mitnahm, dennoch kam sie mit Platz 9 ins morgige Halbfinale. Sammy boulderte mit einer soliden Leistung unter 60 Herren auf Platz 15 und ist damit ebenfalls im Halbfinale dabei. Bei Sarah lief es optimal: sie qualifizierte sich mit 5 Tops auf Platz 2 direkt hinter Weltspitzenbouldererin Anna Stöhr. Wenn sie noch einmal so einen guten Lauf im Halbfinale hat, dann könnte sie ins Finale gelangen. Ich drück ihr die Daumen!

Bei mir lief es auch gut. Die Boulder waren intelligent geschraubt, eigentlich nicht so schwer, sondern durch kleine Feinheiten justierbar. Dennoch hatten sie zu 90 % eine gewisse Ähnlichkeit. Dynamisch-athletische Starts (gut für Große wie mich) bis zum Bonus, dann Rythmuswechsel (an sich sehr gut) und jedoch fast durchwegs extrem knielastige Positionen (gut für Kleinere und für sehr Bewegliche) bzw. größenfeindliche Griff-Trittkombinationen. So habe ich fast alle Bonusgriffe vergleichsweise schnell abgeholt, konnte jedoch oben, wenn die Knie quietschten bzw. wie üblich für mich als Großen die Griffe offen wurden, nicht mehr mobilisieren/halten. Es bremst mich mental, wenn ich als Großer (kommt regelmäßig vor) durch zu hohe Tritte und offene Griffe rausgedrückt werde. Das „Große-Rausdrücken“ in Kombination mit Gefahr für die Knie ist für mich nicht akzeptabel, ich werfe meist sofort (kommen gefährlichen Sturzpositionen noch dazu, protestiere ich auch mal gut hörbar, war heute aber nicht der Fall) das Handtuch. Dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht, denn ich sehe Wettkämpfe nicht als verbissenes Zwangsklettern sondern als Bereicherung meines Kletterlebens (Flash- und On Sight-Lehrstücke) an!

Ergebnisse…

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Geschützt: Klettertyp: Eindrehkletterer

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Geschützt: Klettertyp: Frontalkletterer

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einfache Grundtechniken: Eindrehen

Zu den einfachen Grundtechniken werden im Allgemeinen u.a. Fußwechsel, Frosch, langer Arm, KSP-Verlagerungen (Vorbereitungsphase)/“Freimachen“, Stützen/Stemmen/Spreizen, Piazen, offene Türe und Eindrehen, bisweilen auch die einfachen Dynamos gezahlt. Während man z.B. den Frosch relativ schnell erlernen und auch sogleich im Klettern anwenden kann ist das bei der offenen Tür und insbesondere dem Eindrehen und den Dynamos nicht so einfach. Insbesondere Eindrehen und Dynos sollten viel geübt werden, um im Kletterfluß intuitiv eingesetzt, eine effektive Wirkung zu entfalten. Gerade das Eindrehen (Fuß und Arm ziehen „gegengleich“) fällt vielen Anfängern sehr schwer, da es dem gewohnten „Passgang“ (= Fuß und Arm drücken/ziehen gleichSeitig) widerspricht. Selten daß ein „Passgang“ zwingend ist. Im Prinzip: je überhängender, desto mehr ist Eindrehen gefordert. Seitgriffe begünstigen Eindrehen ebenso. In den oberen Graden herrschen überwiegend eingedrehte Bewegungsabläufe und eingedrehte Positionen (bzw.  Abwandlungen davon) vor. Deshalb ist es durchaus sinnvoll auch als Anfänger mit der Verinnerlichung (variiertes Üben) des Eindrehens zu beginnen.

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Silja im Wettkampffieber

Silja, meine jüngste Tochter (Jg. 03), hat 2009 schon spaßeshalber auf der 7. Münchner Stadtmeisterschaft in Thalkirchen mitgemacht. Zum IG Kinderklettercup am 18.04. im Heavens Gate in München hatte sie sich vorgenommen zu siegen. Als jüngste Teilnehmerin gewann sie diese Climbingsession bei den 6- bis 8- jährigen Mädchen. Aber auch so war es wirklich ein sehr schöner Wettkampf. Mit einer Aufteilung in Teams, die von einem extra Trainer betreut wurden, hatte der Wettkampf ein kindergerechtes Ambiente. Neid und Konkurrenz hatten keine Chance. Ein gemeinsames Grillfest zum Abschluß sorgte für beste Stimmung bei der Siegerehrung. Jedes Kind erhielt eine Urkunde und einen Preis. Es hat, denke ich, allen Teilnehmern (und den Eltern) sehr viel Spaß gemacht!

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weiterer Bericht zur Sportlerehrung

Sportlerehrung München 2010 Medaille

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Sportlerehrung Stadt München

Gestern abend war Sportlerehrung der Stadt München im Großen Saal des alten Rathauses. Die besten Jugendsportler Münchens, 500 an der Zahl, waren geladen. 26 davon erhielten die Sportplakette der Stadt München für die besten Leistungen. Darunter auch Sammy Adolph, Luisa „Lulu“ Deubzer und meine Tochter Sarah. Lulu und Sarah wurden geehrt für ihre Siege bei der deutschen Jugendbouldermeisterschaft 2009 und Sammy bekam eine besondere Auszeichnung für seinen Erfolg bei der deutschen Vorstiegsmeisterschaft 2009  (2. Platz) sowie insbesondere für seine Bronzemedaille bei der Jugend-WM 2009.

War ein cooles Date…-> Photogalerie von Deti…

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Leistungsplateau

Jeder Kletterer hat nach einer gewissen Zeit ein Leistungsplateau, ab dem sich die Steigerung nur mehr langsam vollzieht. Bei vielen Kletterern die nicht im frühen Kindesalter mit Leistungsklettern starten, liegt dieses Plateau bei ca. 8- bis 9-. Bei Spitzenathleten liegt dieses Plateau bisweilen erst im 10. Grad. Ab dann helfen auch ein paar Tricks und Tips nicht mehr viel weiter. Spätestens dann wird i.d.R. systematisch, konsequent und meist mit fachlicher Unterstützung trainiert (oder Job und Familie hinten an gestellt). Dann heißt es Ackern mit Blut, Schweiß und Tränen. Rotpunktbegehungen benötigen dann nicht mehr zwei oder drei Versuche sondern 10 oder 20. Adam Ondra machte diese Erfahrung erst im phantastischen Grad 9b (12-). Kein Wunder: er hat schon als kleines Kletterkind, von der körperlichen Anpassung und seinem Talent abgesehen,  umfangreiche Variationen im Klettersport erfahren.  Nach 29 Versuchen in „Golpe de Estado“ sprach er von „mentaler Tortur“. Auch bei ihm könnte nun das Leistungsplateau erstmals in Sicht und eine weitere Steigerung nur mit Blut, Schweiß und Tränen zu erreichen sein…

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Variation und Schmalspurklettern

Klettern ist ein sog. Spielsport oder Individualsport. So sind auf den Siegerpodesten bei Wettkämpfen oft Kletterer mit völlig unterschiedlichen Stilformen versammelt (wenn dem nicht so ist, hat oft der Schrauber zu einseitig geschraubt). Ein „’spontanexplosiver“ Christian Benk, ein „Präzisionstechniker“ wie Markus Hoppe, „Oldschoolbeißer“ wie Christian Bindhammer, ein ‚“Intuitionsstratege“ wie Jonas Baumann, „Gummistromer“ wie Stefan Danker, „intelligente Kämpfer“ wie Jan Hoyer oder „Grenzgänger“ wie Shorty Tauporn (mag sich jeder seine eigenen Begriffe für diese Klettertypen ausdenken) haben alle sehr unterschiedliche Stilformen und wechseln sich in den vordersten Reihen der bundesdeutschen Wettkampfscene über Jahre munter ab.

Wer berhauptet der eine hätte einen besseren Stil als der andere der ist m.A. vermessen. Jeder Stil hat seine Vor- und seine Nachteile und die Stile sind bisweilen auch nur schwer gegeneinander abzugrenzen. Unbestritten ist:  im Wettkampfklettern hat man dauerhaft Erfolg, wenn man „breit aufgestellt ist“, sich also mit vielen unterschiedlichen Anforderungen zurecht findet. Dieser Variationsbedarf sollte auch das Training bestimmen und gilt auch für das Felsklettern, wenn man nicht nur auf Schmalspur (z.B. nur eine bevorzugte Gelände- und Griffform) am Fels unterwegs sein will. Nur Bouldern oder nur Vorsteigen ist sicherlich von Nachteil. Die Variation sollte in jedem konditionellen Bereich (Technik, Taktik, Kraft, Mental) mit an erster Stelle stehen. Viele Profis konfrontieren sich im Training ganz bewußt mit Unbekanntem was z.B.  Halle, Gebiet, Griffesets, Schrauber, Kraftübungen, Bewegungsabläufe, Kletterkumpels, Trainings-/Pausenzeiten/-orte betrifft.  Alles Eingefahrene und immer Gleiche  ist der Verbesserung abträglich. Klettern unterscheidet sich diesbezüglich fundamental von vielen anderen Sportarten (z.B. Diskuswurf) bei denen es um die Perfektion eines fast immer gleichen Ablaufes geht. Wenn man jedoch im Klettern viele Aspekte gleichzeitig trainiert, dann heißt das, daß man sich i.d.R. nicht schnell steigern kann (von einer gewissen Steigerung in der Anfangszeit abgesehen)  und viele die sich ungewöhnlich schnell steigern, „fahren auf der Schmalspur“.

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Geschützt: Trick: Dynamo 1

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