Aug. 13
26

Anna Stöhr (AUT) die seit Jahren führende Wettkampfboulderin auf dem Weg zu einem weiteren Sieg; Foto: Nicolas Altmaier
Packender Boulderweltcup am Münchner Olympiastadion. Unter dem regensichere Dach des Olympiastadions verfolgten mehr als 6000 Zuschauer einen Wettkampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. Ich war als Helferteamchef im Einsatz und „meine“ ca. 50 Leute (sprich: von München & Oberland) gaben wieder ihr Bestes. Selbiges läßt sich auch von Moni Retschy sagen. Im Halbfinale flashte sie überraschend locker Boulder Nr. 1 und Nr 2. In Boulder Nr. 3 wurde sie mit einer ihrer ganz wenigen Technikschwächen konfrontiert. Es galt einen weiten Zug, der deutlich unter dem Körperschwerpunkt geführt werden mußte, unter Schwungeinleitung und in Kombi mit offener Türe, präzise in einem schrägen Steckerschlitz abzuschliessen. Der Steckerschlitz war auch Bonus, den sie leider nicht abholen konnte. Im 4. Boulder enterte sie im ersten Versuch bis an den Topgriff und schnappte, das Ziel direkt vor Augen, … daneben. Da Moni nicht zu den Kraftviechern zählt, konnte sie diese Leistung nicht noch einmal abrufen. Sie rutschte deshalb denkbar knapp (knapper gehts nicht) am Finale vorbei. Dennoch großartiges Kletterkino für alle Fans von Moni Retschy.
Bericht DAV und alle sonstigen Infos (Filme, Ergebnis etc.) …
Aug. 13
23

heikel, heikel - Peter Albert erschliesst die fantastische 7. SL der Zeitreise, Foto: Michi Hoffmann
Michi Hoffmann (Rotpunktschule) hat mich in diesem und im letzten Jahr in sein Megaprojekt „Zeitreise“ mitgenommen, das er und Peter Albert vor vielen Jahren gemeinsam erschlossen haben. Nach insgesamt drei Tagen (2012+2013) in der Wand konnten wir vorgestern erfolgreich abschliessen. Die 8 Seillängen der alpinen Sportkletterroute, die bisweilen heikle, in jedem Fall anspruchsvolle und sehr eindrucksvolle Kletterei bietet, hat Michi angesichts der jahrzehntelangen Vorgeschichte auf den aussagekräftigen Namen „Zeitreise“ getauft. Letztes Jahr gelang mir die Erstbegehung der komplexen 3. Seillänge (7b+) im ersten Versuch. Gestern war mir derselbe Erfolg in der letzten Seillänge, die bisher noch keine freie Begehung hatte (7. SL/8+/auch vertrackt) gegönnt. Michi hat jeweils kurz nach mir die zwei vorgenannten SL ebenfalls gepunktet und er hat damit alle insgesamt 8 SL Rotpunkt durchstiegen. Damit ist das „Zeitreise-Projekt“ erfolgreich beendet. Michi wird wohl in nächster Zeit Genaueres Veröffentlichen. Bis dahin wird nicht mehr verraten. Das Bild zeigt Peter Albert in der fantastischen 7. Seillänge, bei der Erschliessung. Dank an Michi und Peter, dass sie mich an ihrem großen Projekt haben teilhaben lassen.
Zum Schluss noch ein paar Sätze des Lobes an meinen Sponsor Directalpine. Ich habe in der „Zeitreise“ die Hose Cruise getestet. Sie kommt wie alles von Directalpine extrem unauffällig daher, ist jedoch von bester Qualität. Extrem leicht, zugleich warm, ziemlich wind- und wasserdicht, zugleich luftdurchlässig, bequem und … sehr widerstandsfähig. Sie hat also alle Eigenschaften einer richtig guten alpinen Kletterhose. Danke ebenfalls an Directalpine!
Aug. 13
17
Letzte Woche war ich mit Moni Retschy und dem Wettkampfkader 3 der DAV Sektionen München & Oberland im Magic Wood (Averstal/Schweiz) im Trainingslager. Es waren drei superschöne Tag an denen gebouldert wurde was das Herz begehrt.
Vor Ort waren wieder mal einige bekanntere Kletterer, besser Boulderer. Darunter auch ein kleines, schüchternes Mädchen aus New York namens Ashima Shiraishi (12), die aktuell als das größte Nachwuchstalent im Klettern weltweit gilt. Ashima klappert zur Zeit mit Brooke Raboutou (ein weiterer US Kinderkletterstar) einige Europäische Klettergebiete ab. Während sich die Besten der über 300 anwesenden, meist jungen Boulderer, an 8A und 8A+ Problemen versuchten, startete die kleine Ashima, mit Unterstützung ihres Vaters und ihres Trainers, ihre Versuche in „New Base Line“ (8B+ ! da bleibt einem die Luft weg).
Es gibt noch kein weibliches Wesen auf dieser Welt, das diesen Schwierigkeitsgrad geschafft hätte und Ashima ist bisher die einzige Klettererin, der es gelang eine 8c+ (französische Routeskala) und eine 8B (Fb-Boulderskala) zu klettern. Aber weg von den „verfluchten“ Graden, sie sagen oft weniger aus als viele denken. Ashima kletterte im magischen Wald u.a., die von manchen Boulderern heißbegehrte „Summer in Paradise“ (8A+/B), in erstaunlich kurzer Zeit und bewies wieder einmal ihr absolutes Ausnahmetalent. Ähnlich wie bei Adam Ondra vor einigen Jahren, als er bereits als Kinderkletterstar durch die Weltgeschichte gondelte, erntet Ashima aktuell, wo sie auftaucht Anerkennung und Sympathie.
Wenn sie so weiter macht, wird sie den Klettersport absehbar auf ein neues Niveau bringen, nicht nur was das Frauenklettern angeht. Ich wünsche ihr für die Zukunft alles Gute und bin mir recht sicher, dass sie in naher Zukunft zur Hall of Fame der Weltkletterlegenden (Güllich, Huber, Sharma, Ondra, Lynn Hill etc.) zählen wird.
Aug. 13
17

Akiyo Nogutchi in the final in Munich last year (photo: DAV)
Next weekend the last and prestigable Boulderworldcup in Munich will start. The world’s best competition climbers will come to Munich Olympia Stadion for batteling. Who will win the showdown? I will be there as part of the organisation team. Yesterday installation of the walls has started and on Monday route setters will do their best for an exciting competition. I am really looking forward to this Megaevent in Munich! See you…
More informations in German and English …
Aug. 13
15

Erschliessung "Gut gebrüllt Löwe" (kurz vor dem Ausstieg) - Foto: Nico Altmaier
Es ist schon zwei Jahre her, seitdem Michi Hoffmann und ich die Neutour „Gut gebrüllt Löwe“ am Oberreintaldom erstbegangen haben. Damals hat uns an zwei Tagen auch ein Kamerateam um Deti Fliegl und Nico Altmaier in der Wand begleitet und seltene Originalfilmaufnahmen einer Erschliessung und Erstbegehung in den Alpen dokumentiert. Erst Ende Juli diesen Jahres hat Deti die Doku fertig erstellt, obwohl so spät bin ich doch sehr begeistert von Detis (Kurz-) Film. Wen der Film interessiert, der sollte hier clicken:
„Gut gebrüllt Löwe“ – Dokufilm…
Mehr Infos zu „Gut gebrüllt Löwe“…
PS: am 14.7.2013 hat der „Löwe“ seine erste Wiederholung bekommen. Herbert Weiss bestätigte, dass es sich um eine sehr gelungene Route in bestem Fels handelt. Die Schwierigkeiten stufte er „für Kleine“ allerdings als niedriger ein.

Moderation 11. Münchner Stadtmeisterschaft; Foto: Marco Kost
Das war mal wieder ein zweitägiges Megaevent, aber es ist weitestgehend alles „glatt“ über die Bühne gegangen. Als Hauptorganisator und Moderator bin ich seit über zwei Wochen im Dauereinsatz, langsam kann ich ein bischen entspannen… In einer Woche geht’s voraussichtlich ins Magic Wood, hoffentlich passt dann das Wetter, dort darf es ja bekanntlich heiss sein…
Ausführlicher Bericht aus Sicht der DAV Sektionen München & Oberland zur 11. Münchner Stadtmeisterschaft mit Film, Galerien, Ergebnislisten gibts hier.
Bericht Ergebnisse Schuster FUN CUP…

Münchner Stadtmeisterschaft 2012; Foto: Marco Kost
Nach einem weiteren Trainer C-Breitensport Lehrgang 2 im Bamberger Gebiet des Frankenjuras in der heissen Juniwoche, folgte ein Trainer C Wettkampf Lehrgang 2 Anfang Juli in Würzburg. Und seit letzter Woche bin ich mitten drin in den Vorbereitungen zur 11. Münchner Stadtmeisterschaft am 20.7., dem letzten Wettkampf der 4 Oberlandcups in 2013 und dem 2. FUN CUP am 21.7.. Ein spannendes Kletterwochenende kündigt sich an. Das Wetter soll optimal sein und mit dem Bergfest ist rund um das DAV Kletter- und Boulderzentrum in München Thalkirchen darüber hinaus eine Menge geboten.

Moni Retschy, im Schraubereinsatz Münchner Stadtmeisterschaft 2012; Foto: Marco Kost
Ihr bisher bestes Wettkampfjahr hat Monika Retschy jetzt schon im Sack. Nach einem sensationellen Einzug ins Weltcupfinale im chinesischen Chongqing im April, besiegte sie nach Jahren zum ersten Mal die Dauersiegerin Juliane Wurm (Wuppertal) in Auerbach auf dem deutschen Bouldercup im Juni. Am vergangenen Wochenende stand Moni nach dem letzten deutschen Bouldercup auf der Outdoormesse in Friedrichshafen erneut auf dem obersten Podiumsplatz. Damit „entführte“ sie zum ersten Mal seit Jahren den Titel der deutschen Bouldermeisterin von Wuppertal nach München. Man darf gespannt sein, wie Moni am 24. und 25. August auf dem Boulderweltcup in München abschneidet. Aktuell liegt die sympathische Wettkampfkletterin der DAV-Sektionen München & Oberland auf dem Weltranglistenplatz 10 im Bouldern.
Juni 13
14

Nils in Niafunké in Seynes (Foto: Geli Lorenz)
Zu Pfingsten stand wieder der obligatorische Tarnbesuch an. Von wegen „In der Tarn“ – Hochwasser wie überall und dazu wars s…kalt – brrr. Aber das hält in der Tarn niemanden vom Klettern ab. Fast alle Wände hängen ordentlich über oder weisen an der oberen Wandkante einen guten Regenschutz in Form eines saftigen Überhanges auf. So gelang mir u.a. Arachnide (eine kleingriffige „Frauen“-7c) im 1. Versuch RP und die nicht ganz ungefähliche Auver Gniaque (7c) an der Ölmühle (der windstillste Ort an den Tarnwänden) im 2. Versuch. Auver Gniaque löste bei mir einen ziemlichen Adrenalinstoß aus, denn ich wollte an zwei Stellen wirklich nicht fallen um schmerzhaften Felskontakt zu vermeiden. Derart unter Strom hakte ich noch am selben Tag Murati (7c) am L‘ Oasif ab. Die Murati, meine dritte 7c On Sight, ist eine recht beliebte boulderlastige Tour, die großen Kletterern voll entgegen kommt: weite athletische Züge, kein Aufrollen über hohe Tritte an der Dachkante, das Beherrschen der Hangwaage ist von Vorteil.
Dann wurde es uns aber doch zu kalt. Nach dem obligatorischen Eselreiten und Höhlenabenteuer und nachdem Silja ihre erste 7a+ im Toprope (und Steffi ihre zweite 7a+ RP) geschafft hatte, wechselten wir in den Windschatten des Massif Central nach Seynes, dem einzigen Ort Europas an dem es in diesen Tagen gutes Wetter hatte. Seynes hat mir sehr gut gefallen. Auf dem Foto klettere ich die wunderschöne aber sackharte Niafunké (7a) on sight (natürlich mit meinen Ra von Tenaya). Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir dort waren…
Juni 13
10

Frisch gebackene Trainer C-Wettkampf in Neu-Ulm; Foto: Bernd Leuthäusser
Nach zwei Wochen in Südfrankreich, leitete ich letzte Woche einen
Abschlusslehrgang Trainer C-Wettkampf in Neu-Ulm. Der Lehrgang beinhaltet drei Prüfungen (Methodik, persönliches Können, Theorie) und ist dadurch für Teilnehmer und Kursleiter ziemlich anstrengend. Dennoch habe ich von den Teilnehmern nur gute Rückmeldungen erhalten (s.a. Foto).