Darf ich dir dein Micro richten?

Tiefblick am letzten Stand, rechts von meiner Schulter ganz klein: die Oberreintalhütte

Tiefblick am letzten Stand, rechts von meiner Schulter ganz klein: die Oberreintalhütte

4 Tage im Oberreintal zusammen mit Michl Hoffmann, Michi Kasch, Deti Fliegl, Nico Altmaier und Erik Deyerler. In der Bergsteigersendung „Berg auf – Berg ab“ wurde unser Unternehmen kurz vorgestellt. Die Sendung kann noch die nächsten 7 Tage im Internet angesehen werden: clicke auf DOnnerstag und dann unten runterscrollen bis „Berg auf Bergab“.

Wie immer bei solchen Sendungen bekommt der Zuschauer (leider) nicht mit, was alles „hinter den Kulissen abgeht“. Eine der skurilsten Situationen war die Folgende: Kaum bin ich vom Stand weggeklettert, bricht mir eine dünne Seitschuppe aus und ich plumpse zwei Meter zurück in den Stand. Unter mir 600 m Luft. Michl: „Alles ok? Ich greife noch mal an, klettere 5 m hoch, bringe zwei Skyhooks unter und beginne einen Einschlaganker zu bohren. Uff, nachdem ich die Exe clippe ist mir wohler. Dann gehts weiter über die steile Platte hinauf. Weit, weit unter mir sieht man das kleine Dach der Oberreintalhütte. Nicht wenige Zuschauer stehen vor der Hütte und beobachten mit Ferngläsern bewaffnet, die Erschliessung unserer Neutour an der Domnordwand. Ich klettere weiter, eigentlich gar nicht so schwer, nur ein Placement für den nächsten Bohrhaken will sich nicht finden. Wenn jetzt wieder ein Griff ausbricht? Ich bin genau über meinem Seilpartner Michl und würde ziemlich sicher auf ihm landen. Keine Alternative: ich muß weiter. Weitere 10 m höher finde ich endlich eine Möglichkeit hinter eine brüchig anmutende Spitze eine Schlinge anzubringen. Vom Stehen beim Bohren, bin ich etwas angeschlagen, meine Knie zittern leicht. Ich will gerade die Psychoexe in die Schlinge clippen, da meint Deti, der mit Kamera direkt neben mir in den Seilen schaukelt: „Darf ich dir dein Micro richten, weißt du, es rauscht irgendwie, der Wind ist nicht richtig abgeschirmt“ und will am Micro an meinem Hals herumnesteln.

Und hier die Preisfrage: Wie lautete meine Antwort?

a) berühr mich bloß nicht, ich kipp sonst aus der Wand!

b) Das kannst du auf der Hütte beim Weißbier richten!

c) jetzt nicht!

🙂 Auflösung in meinem nächsten Beitrag…

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Berg auf – Berg ab, oder: Domprojekt 2.1

Routenverlauf durch die Domnordwestwand (Abendaufnahme)

Routenverlauf durch die Domnordwestwand (Abendaufnahme)

Juli 2010 berichtete ich von einem Projekt am Dom im Oberreintal, an dem ich arbeite. 2010 haben Michi „Michl“ Hoffmann und ich bereits 4 Tage harte Erschliesserarbeit in das Vorhaben hineingesteckt. Vor drei Wochen kamen noch einmal 2 weitere (harte) Tage dazu. Das Projekt ist damit fertig eingerichtet. Die Sl. 1 bis 5 sowie 7 wurden bereits befreit. Alle Stellen bis auf eine in der 9. SL (die voraussichtliche Schlüsselstelle) wurden geklettert. Die Route wird voraussichtlich um den 9. Grad einchecken.

So weit nichts Überraschendes, aber jetzt kommts: Die letzten zwei Tage in der Wand war ein Kamerateam* des BR dabei. Es wurden spektakuläre Live-Aufnahmen der Erschliessung (natürlich von unten) der letzten, höchsten Sl. 600 m über Grund aufgenommen. Außerdem der Durchstieg der 5. Sl sowie eine Boulderrunde in der 8. Sl. Ausschnitte davon werden heute, Donnerstag, den 21.7. um 21.15 Uhr in „Berg auf – Berg ab“ im bayerischen Fersehen gezeigt. Oberthema der Sendung ist das Oberreintal im Wetterstein, wo u.a. der Dom beheimatet ist.

Viel Spaß beim Anschauen.

H.m.l.a.A.!

Ankündigung im BR…

Wiederholungstermine:
22.7.2011 / 02.30 – 03.00 Uhr / Bayer. Fernsehen
28.7.2011 / 23.00 – 23.30 Uhr / BR-alpha

Bildergalerie…

*das Aufnahmeteam: Deti Fliegl (Kamera 1), Nico Altmaier (Kamera 2), Eric Deyerler ( Bodenaufnahmen), Michi Kasch (Sicherheit in der Wand)

 

 

 

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5. Münchner Freundschaftswettkampf

Silja in Boulder Nr. 8

Silja in Boulder Nr. 8

Zum 5. Mal fand der Münchner Freundschaftswettkampf im Heavens Gate statt.Veranstalter waren die DAV-Sektionen München & Oberland und die IG Klettern München. Es war eine ganz super Sache und die Kids & Jugendlichen hatten einen Riesenspaß!

Bericht von München & Oberland…

Bericht von der IG Klettern München (mit Photos) …

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Kein gerechter Ausgleich?

Tarnschlucht vom "Point Sublime" aus aufgenommen; ganz unten links: Sektoren Zebra + Güllich

Tarnschlucht vom "Point Sublime" aus aufgenommen; ganz unten links: Sektoren Zebra + Güllich

Am Tag nach dem vermasselten zweiten Onsight war ich noch so ausgelaugt, daß ich im Little Big Boss (8a), einer Route die nach oben immer schwerer wird, keinen Auftrag hatte. Die Finger wollten nicht durchstellen, bzw. die Schmerzrückmeldungen aus den Fingern ließen mir keine andere Wahl und ich sprang zwei Mal am definitiv kleinsten Griff dem sog. „Hörnchen“ ab. Am Freitag fühlte ich mich wieder fitter, wenn auch noch nicht in Bestform. Aber jeder projektierende Kletterer kennt das Wunder der völlig unerwarteten Begehung am letzten Tag kurz vor der Abreise selbst bei miesesten Bedingungen. Darauf setzte ich und startete einen ehrlichen Go in der anerkannt anspruchsvollen 8a. Alles lief gut bis zum schwersten Teil. Doch der Teufel machte mir einen Strich durch die Rechnung, besser: einen Knoten ins Seil-> siehe kleines Filmchen dazu auf Vimeo, das von meiner kleinen Tochter unter „größten Mühen“ (ihr erster Film) aufgenommen wurde.

 

Silja mit "ihrer" Cardabell

Silja mit "ihrer" Cardabell

Also die dritte „Niederlage“ in zwei Wochen, eigentlich ein schwerer Schlag, den ich aber relativ locker wegsteckte (nicht ganz so locker hat ihn meine Sicherungspartnerin weggesteckt…). Der gerechte Ausgleich wurde mir doch noch gewährt: eine absolut lässige Wanderung in Begleitung zweier Esel über die Causse (Hochebene). Silja und Antonia (und nicht nur die) hatten einen Heidenspaß mit den beiden Tieren. Angeblich sind Esel störrisch. Den Eindruck hatte ich gar nicht.

 

 

Eselen auf der Causse

Eselen auf der Causse

Wenn man mit ihnen auf die richtige Art „kommuniziert“ dann sind sie sogar sehr „teamfähig“. So macht Ziehen oder Schieben bei dem Viech mit den langen Ohren überhaupt gar keinen Sinn. Ein kleiner Klaps und ein aufmunterndes „Alléeee“ setzt das Huftier dagegen oft sofort in Bewegung. Schwieriger, schien es mir, einen Esel, wenn er denn mal auf Trab ist, wieder zum Stehen zu bringen. Da half nur noch sich  dem Tier beherzt an den Hals zu werfen und sich mit aller Kraft gegen die Bewegungsrichtung zu stemmen… (eine absolute Lachnummer :)).

 

 

 

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Wer nicht kämpft hat schon verloren…

Nach einigen Bouldersessions in einer schweren 8a und drei mittelmäßigen Versuchen war der erste Ruhetag (nach 6 Tagen klettern toujours) angesagt. Ab ins Tal der Wasserspiele bei Mende. Dort haben Künstler über hundert Stationen errichtet an denen gespielt, beobachtet, geknobelt, sinniert, erforscht und natürlich viel gelacht werden kann. 5 Stunden waren wir dort im Einsatz und danach so fertig wie nach einem vollen Klettertag. Entsprechend „ausgeruht“ gings dann bei 30° in den neuen Sektor Triplex. Sehr empfehlenswert, nordwestseitig, hoch oben über dem Talgrund gelegen, mit super Blick über die einmalige Area, kühl, und … sackschwere athletische Routen an scharfen aber guten Löchern. Heute am Foetus ein „kleiner“ On Sight (im unteren Teil hatte ich einen entscheidenden Tip bekommen) in einer klasse 7c. Nach einer halben Stunde Kampf bis auf Anschlag, hats mich am letzten Haken rausgerissen. Noch ein Zug und ich hätte die Tour im Sack gehabt. Mit einem unglaublichen Schrei habe ich meiner Enttäuschung freien Lauf gelassen und war danach leicht heiser.  Scheitern ist nicht einfach, aber in zwei Wochen zwei Mal derart knapp zu scheitern, ist schwer wegzustecken. Ob ich in den letzten Tagen hier an der wundervollen Tarn noch den gerechten Ausgleich bekomme?

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Gymnastikrodeo

Andi Dick macht den Bullen

Andi Dick macht den Bullen

Nachdem ich seit Jahren gegen Silja im mongolischen Kopfdrücken verliere, haben Antonia und Silja eine neue Form des Spieles entdeckt, bei der ein Erwachsener keine Chance hat: das sogenannte Gymnastikrodeo. Es funktioniert ähnliche wie das Crashpadrodeo:

man nehme sich einen Kletterer  am Ruhetag der gerade auf seiner Isomatte Antagonistentraining oder Gymnastikübungen macht. Dazu laße man Jonny Cash oder wahlweise Bluesbrothers spielen. Wenn der Ruhetagler z,.B.  in die Hundestellung (eine Yogaeinheit) geht, so schwinge man sich überraschend auf den Rücken des Ersatzbullen und schon geht das lustige Rodeo los  :)… (s.a. Photo).

Was lief sonst noch: Bin heute noch mal duch die Action Discret gebouldert und mußte bestürzt feststellen, daß auf Höhe des besch… 2Fi-Loch rechts von mir der Monsterabschlußhenkel sitzt. Ich hätte gestern in meinem Onsightversuch nur zu dem Monster rübergreifen müßen und hätte problemlos den Umlenker clippen können. Knapper gehts nicht. So habe ich die Action Discret heute im ersten Versuch eben schnell noch gezwickt. Danach habe ich die ganzen falschen Ticks gebürstet, grrrr. Der Name der Route passt übrigens ausgezeichnet: Anfangssprung, fast nur Schnapper in fiese Fingerlöcher, 5 Zwischenhaken, 10m Wandhöhe, andauern überhängend, allerdings: Schüttelpunkt in der Mitte, Neigung 15 °, keine superweiten Züge, eben 7c statt 9a, Aktion Direct im Sandkastenformat…

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Rotpunktschule

Michi Hoffmann

Michi Hoffmann

Das Portal kletterszene.com hat ein Interview mit Michi Hoffmann, dem Leiter der Rotpunktschule veröffentlicht. In dem Interview erläutert Michi detailliert das Konzept der Rotpunktschule, die Training auf hohem Niveau anbietet.

das Interview…

Rotpunktschule…

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Königsdisziplin

Der On Sight gilt als Königsdisziplin des Kletterns. Gemäß dieser Devise nahm ich mir heute „Les Couilles au cul“ in der Tarn vor. Nomen est Omen, auf französisch heißt die Route soviel wie „Die Eier am A….“ was frei übersetzt „A…h auf Grundeis“ bedeutet. Die Route ist nicht nur 52 m lang/hoch und ein paar Meter überhängend, sie fordert zudem mit einigen fiesen Runouts, ganz oben mit tarntypischen 6 bis 7 m-Hakenabständen. Das Ganze garniert mit den üblichen Laktatkeulen, kommt richtig Freude auf, wenn auf den Ausstiegsmetern auch noch eine kleine Dusche abgeht. Dennoch für 7b+ fand ich diesen Tarnmegaklassiker eher soft und wenn man den richtigen Riecher hat, dann klappts auch in der Königsdisziplin. Am Abend noch ein On Sight-Versuch am Güllich in der „Action Discret“ (7c) und Abflug am letzten Zug. Dennoch ein erfolgreicher Tag…

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Wieder in der Tarn

La Malene in der Tarnschlucht

La Malene in der Tarnschlucht

Seit vier Tagen sind wir wieder in der Tarn (zum 6. Mal in 6 Jahren). Eine Handvoll Münchner hat sich versammelt und berennt die phantastischen Felsen dieser phantastischen Landschaft der Tarnschlucht. Schon am Montag habe ich „Keep on movin“ (7c), ein 35 m-Ausdauerhammer ganz rechts am De que fas aqui-Sektor gecheckt. Ich hatte mir die Route schon letztes Jahr mal von einem Felskopf aus angesehen und war ziemlich beeindruckt. Am Montag bin ich mal kurz durchgebouldert. Es ging alles auf Anhieb, kein großes Rumgebastel. Habe gleich darauf einen etwas hastigen Versuch gestartet. Am letzten Zug der Bouldersequenz am 4. Haken hatte ich einen Griff vergessen und bin rausgerutscht. Mist!

Gestern superlässiges On sight – Cruisen im 2. Stockwerk von Figues au Cul und heute noch mal kurz die erste Hälfte der „Movin“ gebouldert. Danach abgehakt. War aber knapp, da ich mir die Tritte nicht gemerkt hatte und mich in Wandmitte mit einem ungeplanten Dyno retten mußte, da ich falsch stand. Mit dicken Keulen bin ich fast am letzten schweren Zug kurz vor dem Umlenker rausgekippt. Wutschrei und durchgeknüppelt – das wars. Meine Tenaya waren mir dabei eine sehr große Hilfe. Mehr aus der Tarn demnächst…

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Schiedsrichter in Regensburg

Mit Schirikollege Markus Zöll (Bronx Rock) in Regensburg, meine Hasenohren stammen von Paul Siebenkäss; Photo: Christoph Gabrysch/DAV

Mit Schirikollege Markus Zöll (Bronx Rock) in Regensburg, meine Hasenohren stammen von Paul Siebenkäss; Photo: Christoph Gabrysch/DAV

Vergangenes Wochenende hatte ich einen sehr anstrengenden aber auch sehr unterhaltsamen Einsatz als Schiedsrichter auf dem Deutschen Sportklettercup (Samstag) und dem Deutschen Jugendcup (Sonntag) in Regensburg. Der Wettkampf war hervorragend organisiert. Die Regensburger wurden ihrem Ruf als beste Isoverpfleger Deutschlands wieder einmal gerecht (habe mindestens 2 Kilo zugenommen). Inzwischen macht es mir auch keine Problem mehr meine Emotionen als Schiedsrichter für mich zu behalten. Gut so, denn nicht wenige aus dem München & Oberland-Wettkampfkader waren am Start.

 

Bericht aus Sicht der DAV-Sektionen München & Oberland…

Film Damenfinale auf bergleben.de…

Film Herrenfinale auf bergleben.de…

 

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