Fussballwahn

11.06.2010 – Stadtmeisterschaft: bereits 200 Voranmeldungen

Während ganz Europa sich dem Fussballwahn unterworfen hat, leistet eine kleine, kämpferische Klettergemeinde nördlich der Alpen erbitterten Widerstand und veranstaltet zum 8. Mal die Münchner Stadtmeisterschaft im Klettern. Über 200 Kletterbegeisterte aus ganz Süddeutschland haben sich bereits unter www.oberlandcup.de angemeldet.

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Pfingsten in der Tarnschlucht

La Malene

Zu Pfingsten stand wieder einmal ein Stelldichein in der Tarnschlucht an. Ein gutes Dutzend Kletterer von Jung bis Alt hatten aus diesem Anlaß auf dem Camping „La Blaquière“ in mitten der wildromantischen, südfranzösischen Tarnschlucht zeitweise eine Münchener Kletterenklave gebildet: Steffi, Silja, Michi, Alex, Andi, Irmi, Ronja und Freund, Elisabeth, Reini, Fletsch, Verena, Marietta, Peter, Roland und meine Wenigkeit stürmten bei insgesamt gutem Wetter widerholt das einmalige Tarngestein. Klettern in der Tarn heißt i.d.R. lange, gut überhängende Ausdauerrouten geprägt von ähnlichen Löchern wie im nördl. Frankenjura. Die Felsschmankerl werden in einem einmaligen Ambiente präsentiert. Imposanten Felstürme, das natürliche-unberührte Flußbett der Tarn, viel Grün, viel Getier (Geier, Adler, Schlangen, Füchse, Käuzchen, Mauersegler, Smaragdeidechsen etc…) bilden einen herrlichen Gegenpol zum öden Stadtleben.

Michi sagt den Flash an

„Klettermäßig“ lief bei mir einiges. Die erste Woche nutzte ich zur „Akklimatisation“: ein schneller, rel. lockerer Rotpunktgo in der athletischen Abracadabac (7c, 1. Versuch) an meinem Lieblingsfelsen Le Trône  schon am dritten Tag machte mich happy. Die „Abra“ ist charakterlich ähnlich wie die Peur Bleue (7c+) links daneben, nur mit einer leichteren Einzelstelle. In der Peur Bleue hatte ich im vergangenen Jahr erst bei kühlem Wetter eine Chance. Das Wintertraining schlug dieses Jahr voll an, ich hatte mich in den letzten zwei Jahren mit einigen Verletzungen herumgeplagt, seit über einem Jahr war ich verletzungsfrei. Dann lockte mich die Théorème de Thalès (7c), ein Klassiker am Zèbre. Vor dem Ausbouldern hatte ich ein wenig Muffensausen vor dem über 15 m ausladenden Dach. Beim Durchbouldern war es dann nicht halb so schlimm. Eigentlich schlängelt sich die „Théorème“ immer am schwächsten Punkt durch den Überhang und ist gar nicht soo geneigt, wie sie aussieht. Der 6 m-Runout am Schluß beeindruckte mich jedoch schon beträchtlich. Michi boulderte dann auch noch mal durch und berichtete mir von einem guten Untergriff und einem Toehook an den beiden Schlüsselstellen. Dieses Infos stärkten meine Zuversicht und so konnte ich die Théorème bereits im 1. Versuch knacken.

Schwungmitnahmetechniken

Schwungtechnik

Michi hatte mir von seinem „Großen Sprung“ (18 m!)  im Grand Sot (7c) am Planète Causse berichtet. Ganz oben kommen zwei Megarunouts im Bereich 6b+ zu dem anhaltend schweren Gelände davor (u.a. eine ca. 6c fb – Einzelstelle). Ich wollte dank Michis guten Infos einen Flash wagen, gab alles und donnerte im ersten Runout nach dem 6. Bolt aus der Wand. Eine kleine Ungenauigkeit hatte mich den Sieg gekostet, vielleicht auch mein Respekt vor Michis „großem Sprung“. Die Exen blieben erst mal im Sot hängen, aber ich war mir recht sicher das Teil im 1. Versuch RP abzocken zu können.

Es wurde kälter und regnerisch, genau die richtigen Bedingungen um sich im Little Big Boss (8a) am Grand Toit umzuschauen. Im ersten Versuch Toprope kam ich eigentlich ziemlich lässig bis in die kleingriffige Schlüsselpassage im hinteren Drittel hinein. Angekündigtes Warmwetter ließ uns den Little Big Boss jedoch wieder verwerfen, nächstes Jahr steht er auf der Tagesordnung ganz oben!

Silja und Elisabeth

Dann ging es an eine alte Furchtnummer von mir, Les Nouvelles Plantations du Christ (7c+), kurz „Plantations„, am phantastischen Tennessee-Sektor. Wer in die Tarnschlucht geht, sollte unbedingt an diesem Sektor was machen (vorausgesetzt man ist bei mindestens 7b gut dabei). Vor drei Jahren war ich mal probeweise in die „Plantations“ gestartet um zu testen, wie sich kleine „Drecksgriffe“ anfühlen. Ich kam gerade mal in die schwere Einzelstelle im unteren Teil, war danach fix und fertig. Ganz anders dieses Mal: Schon im 1. Versuch kam ich bis an den letzten schlechten Griff am Beginn des oberen Drittels. Im zweiten Versuch, halfen mir zwei entscheidende Tips von Michi, um das „Gerät auf Anschlag zu bügeln“. Fast wär ich beim Clippen des Umlenkers noch weggekippt. Dennoch: Michi hat nach meinem Erfolg noch einen vielversprechenden Schüttler im oberen Teil entdeckt und die letzten Passagen hatte ich eigentlich gar nicht richtig vorbereitet. Mit etwas mehr Strategie könnte ich nächstes Jahr mal in die Verlängerung der „Plantations“ schnuppern – zähe 10 m im Bereich 7b werten die „Plantations“ zur 8a auf.

Steffi, Silja, Fanette

Schon war der letzte Tag gekommen: nun mußten noch die Exen aus dem Grand Sot geholt werden. Noch mal kurz durchgebouldert, die Sonne schickte sich gerade an, mein letztes Vorhaben an der Tarn zu durchkreuzen, und so kletterte ich unter leicht erschwerten Bedingungen (Blendung) zum Abschluß noch den Grand Sot im 1. Versuch RP. Wie ich finde eine anspruchsvolle Route, gilt es doch ca. 65 Züge abzuspulen und die passenden Positionen/Tritte anzusteuern. Alles in Allem (viele leichtere Genußtouren wurden ebenfalls „verkostet“) war die Tarn aus der Kletterersicht auch dieses Jahr wieder eine voller Erfolg.

Ruhen mittels Klemmtechnik

A propos „Verkosten“: Mit die schönsten Stunden ergaben sich aus der allabendlichen Geselligkeit bei bestem südfranzösischem Roten, untermalt durch ein paar Käuzchenschreie und die bauchmuskelstrapazierenden Strophen von Andi. Getopt wurde das Ganze lediglich durch diverse Ausflüge mit den Kids, die nicht nur am Fels sondern auch in Höhlen, unter Geiern, auf Eseln, in Bächen und Flüssen etc. pp. unterwegs waren. Tarn, wir kommen wieder!

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1. Gilchinger Meisterschaft 2010

Florian Wientjes im Finale der 1. Gilchinger Meisterschaft

Die 1. Gilchinger Meisterschaft wurde am 15. Mai erfolgreich absolviert. Die Teilnehmerzahl war auf 120 limitiert, es hätten auch locker 200 werden können, denn die Teilnehmerplätze waren schon Wochen vorher ausgebucht. Vorrangig Locals der Gilchinger Halle waren anwesend.  So wurde es eine familiäre Veranstaltung mit viel Freude am Klettern, zum Glück regnete es nicht, allerdings war es eisig kalt…

Von Deti Fliegl und Katrin Schöttle geschossene Bilder gibts hier.

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Photogalerie 2. CLIMB FREE 2010

Kleine ganz Gross

Siegerehrung

Nick Stands Photogalerie zum 2. CLIMB FREE 2010…

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Trainer-B-Breitensport Ausbildung im Tessin

Lukas bringt Druck auf die Füße in Chironico

Ende April gings für eine Woche ins schöne Tessin. Engagierte Trainer-C aus dem Breitensportbereich hatten sich für das Modul 2 „Bouldern“ im Lehrgang 1 der Ausbildung zum B-Trainer entschieden. Cresciano und Chironico geben hierfür eine ideale Area ab, wenngleich es meist zu heiß war um wirklich an kleinen Griffen anzugreifen… dennoch verlief die Woche sehr zufriedenstellend, denn es blieb komplett trocken und wir waren viel im Gelände unterwegs…

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Wettkampfberichte…

Photo: Marcel Berg

Ein Bericht auf der Homepage der IG Klettern München mit ein paar netten Photos (u.a. von Silja).

Außerdem noch ein Bericht zum Kitzbouldercup, an dem Moni und Sarah teilnahmen.

Auf Monis und Sarahs Blog gibts auch noch einen netten Clip dazu.

Kitzvideo-Damenfinale auf bergleben.de…

Viel Spaß beim Lesen und Anschauen… 🙂

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Moni macht in Kitzbühel im Finale Platz 5

Das Finale war dann doch genau nach Monis Geschmack. Der Tennisarm hatte sich wieder beruhigt und so konnte Moni mit einem ausgezeichneten 5. Platz als beste Deutsche abschließen. Sie liegt damit auf der deutschen Bouldergesamtrangliste wieder auf Platz 2, nachdem sie verletzungsbedingt auf dem ISPO-Bouldercup im Januar nicht starten konnte. Sarah dürfte sich mit ihrer hervorragenden Leistung und dem 7. Gesamtplatz in der deutschen Rangliste unter die ersten 10 geschoben haben. Gratulation!

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Moni ist im Finale!

Wie gestern vermutet haben die österreichischen Mädels heute nix anbrennen lassen. Platz 1-4 ist im Halbfinale an die Favoritinnen Stöhr, Saurwein, Bacher und Brunner gegangen. Dann jedoch kommt schon eine wie ausgewechselt aufkletternde Monika Retschy. Dann Kathrin Lau und ganz knapp dahinter Sarah, die „ein bischen Schmarrn im HF“ lt. eigener Aussage gemacht hat und deshalb denkbar knapp an der Finalteilnahme vorbeigerutscht ist. Dennoch Platz 3 bei den deutschen Damen ist ihr damit sicher. Sammy hat sich mit einem sehr guten 13. Platz behaupten können und liegt damit in der deutschen Wertung auf Rang 7 (bei den Herren!).

Um 18.30 Uhr startet das Finale, drücken wir Moni die Daumen!

Ergebnisse live…

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Sarah bouldert in der Kitzcupquali auf Platz 2

Ein deutscher Bouldercup findet diesjährig wieder in Zusammenarbeit mit dem ÖAV in Kitzbühel („Kitzcup“) statt. Dort startet die deutsche und die österreichische Wettkampfelite gemeinsam. Moni hatte von Anfang an Schmerzen im Ellbogen (Tennisellbogen) und konnte nicht richtig stützen, was sie ziemlich mitnahm, dennoch kam sie mit Platz 9 ins morgige Halbfinale. Sammy boulderte mit einer soliden Leistung unter 60 Herren auf Platz 15 und ist damit ebenfalls im Halbfinale dabei. Bei Sarah lief es optimal: sie qualifizierte sich mit 5 Tops auf Platz 2 direkt hinter Weltspitzenbouldererin Anna Stöhr. Wenn sie noch einmal so einen guten Lauf im Halbfinale hat, dann könnte sie ins Finale gelangen. Ich drück ihr die Daumen!

Bei mir lief es auch gut. Die Boulder waren intelligent geschraubt, eigentlich nicht so schwer, sondern durch kleine Feinheiten justierbar. Dennoch hatten sie zu 90 % eine gewisse Ähnlichkeit. Dynamisch-athletische Starts (gut für Große wie mich) bis zum Bonus, dann Rythmuswechsel (an sich sehr gut) und jedoch fast durchwegs extrem knielastige Positionen (gut für Kleinere und für sehr Bewegliche) bzw. größenfeindliche Griff-Trittkombinationen. So habe ich fast alle Bonusgriffe vergleichsweise schnell abgeholt, konnte jedoch oben, wenn die Knie quietschten bzw. wie üblich für mich als Großen die Griffe offen wurden, nicht mehr mobilisieren/halten. Es bremst mich mental, wenn ich als Großer (kommt regelmäßig vor) durch zu hohe Tritte und offene Griffe rausgedrückt werde. Das „Große-Rausdrücken“ in Kombination mit Gefahr für die Knie ist für mich nicht akzeptabel, ich werfe meist sofort (kommen gefährlichen Sturzpositionen noch dazu, protestiere ich auch mal gut hörbar, war heute aber nicht der Fall) das Handtuch. Dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht, denn ich sehe Wettkämpfe nicht als verbissenes Zwangsklettern sondern als Bereicherung meines Kletterlebens (Flash- und On Sight-Lehrstücke) an!

Ergebnisse…

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Geschützt: Klettertyp: Eindrehkletterer

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