Die Fortbildung Funktionales Ergänzungs- und Ausgleichstraining habe ich zusammen mit (Gimmi-Kraft-) Patrick Matros bereits im letzten Jahr recht erfolgreich durchgeführt. Im März stand die Neuauflage in Neu-Ulm und in Nürnberg (Cafe Kraft) an. Mit Patrick macht das Lehren wirklich Spaß. Er ist ein hochkompetenter Ausbildungskollege und ausserdem voll im aktuellen Klettergeschehen verankert. Mit unserer beider Erfahrungsschatz und den speziellen Übungen von Hajo Friederich ist es uns wieder gelungen eine hochinteressante Fortbildung (O-Ton-Teilnehmer) zu gestalten. Im folgenden Video sieht man Patrick bei einer seiner unzähligen Kraftübungen, die die Instabilität des Ringeturnens nutzt. Ziel ist es die Muskelketten geschlossen zu halten. Die Übungen an den Ringen sind damit eine ideale Ergänzung zum Klettern.
März 15
30
Der CLIMB FREE ist schon vor einem Monat über die Bühne gegangen. Einen ausführlichen Bericht habe ich auf der Page von München & Oberland veröffentlicht.
Feb. 15
15
Der CLIMB FREE 2015 auf der Freizeitmesse F.re.e. in München-Riem steht vor der Tür.
Am 20.2. starten die Freizeitkletterer in die erste Runde des Oberlandcups 2015 (es sind noch Plätze frei).
Am 21.2. werden sich die besten bayerischen Jugendkletterer auf dem 1. bayerischen Jugendbouldercup 2015 messen und
am 22.2. treten die besten Boulderer Bayern gegeneinander an (Jugend A/Junioren/-innen und Erwachsene.
Drei spannende und erlebnisreiche CLIMB FREE-Tage stehen uns bevor.
Nähere Infos zum CLIMB FREE und den Wettkämpfen 2015 in München.
Feb. 15
9

Scater (nicht Scooter) – Area auf der ISPO in der Halle A2
Die größte Sportartikelmesse der Welt, die Münchner ISPO 2015 ist seit gestern Geschichte. München ist nicht nur das Weltkletterzentrum schlechthin, mit den meisten Kletterern und den meisten qm an künstlicher Kletterfläche (Kletter- und Boulderhallen), es ist auch das Zentrum der Sportartikelindustrie zumindest was deren Selbstdarstellung im Rahmen der ISPO betrifft. Seit 1970 finden sich in über 16 Hallen (jede einzelne 1,5 mal so groß wie ein Fussballfeld) Tausende von Sportartikelherstellern aus der ganzen Welt auf der Messe in München-Riem ein. Basketball, Snowboard, Schneeschuhwalken, Skaten, Tischtennis, Walken, Langlauf, Slackline, Golf, Bergsteigen, Basejump, Schwimmen, Skifahren, Scooter (Film Freestyle Scooter auf der ISPO) hunderte von Sportarten sind vertreten und… mittendrin natürlich Münchens typischste Sportart: das Klettern. Alleine in zwei Outdoorhallen tummelt sich alles was auf dem Klettermarkt Rang und Namen hat, darunter auch einige Kletterer und Alpinisten selbst.
Ich habe die ISPO genutzt um mich über Produktneuheiten auf dem Klettermarkt zu informieren, um Kontakte zu pflegen und mich mit meinen Sponsoren Tenaya und Directalpine zu treffen. Im Juli steigt dann die größte Outdoormesse der Welt im schwäbischen Friedrichshafen. Sie toppt zumindest was das Klettern betrifft sogar die ISPO, aber bis dahin ist es noch eine Zeit lang hin.
Feb. 15
9

Die Ostfrontseite – wie sich die Anlage dem Besucher zuerst präsentiert.
München ist die Metropole mit den meisten qm an künstlicher Kletterfläche. Seit einigen Jahren nichts Neues und doch unterstreicht diese Tatsache die Monopolstellung der bayerischen Landeshauptstadt in der Welt des Kletterns. Damit dem so bleibt eröffnet im Frühjahr ein weiterer Kletter- und Bouldertempel in Freimann, das DAV-Kletter- und Boulderzentrum München-Nord seine Pforten. Heute hatte ich Gelegenheit über die Baustelle zu schweifen. Was ich dort zu sehen bekam, läßt nicht nur auf einen straffen Zeitplan bis zur nahen Eröffnung schliessen, sondern überrascht auch mit enorm viel spannender Kletter- und Boulderfläche.
Meine Befürchtungen wurden dagegen nicht bestätigt. Die Anlage besticht trotz des nahen Autobahnzubringers mit einer überraschend ruhigen Lage. Das ergibt sich aus dem effektiven Schallschutz, der etwas tiefer liegenden Autobahn und dem tiefer gelegten Aussenbereich der Kletteranlage. Sie ist direkt neben einem Sportpark mit viel Grün situiert – von der im 1. OG gelegenen Terasse der Cafeteria aus, hat man einen sehr schönen Ausblick über diesen Sportpark. Die weltberühmte Satellitenschüssel der Lauf- und Tretfanatiker stört eigentlich gar nicht und ragt ein paar hundert Meter weiter nördlich nur wenig aus dem vielen Grün hervor.
Eine riesige, bis zu 8m überhängende Aussenkletterwand stellt alles in den Schatten, was für das Seilklettern bisher im Raum München geboten war. Beeindruckend: der topmoderne, großzügig gestaltete Boulderraum mit eigener Fittnesszone. Mit diesem Bauteil prescht eine DAV-Halle erstmals in den oberen Standard vor, was Bouldern betrifft. Ein Anlass zur Hoffnung, dass der DAV den Anschluss an die Boulderbewegung doch noch schaffen könnte. Ich bin gespannt auf die Eröffnung von „Freimann“ und wenn ich an die Wände denke, dann juckt es mir jetzt schon in den Fingern…

Ein Teil der großzügig gestalteten Boulderarea (die Räume sind über 6m hoch!)

Die große Innenhalle (links der stark überhängende Turm, dahinter die sog. Gurke)

Die über 14 m hohe „Gurke“ (Vordergrund)

Blick zum Himmel (links Turm, recht „Gurke“)

Pläne Innenwandkonstruktion

Der abgetrennte Schulungsbereich (Wände bis 10m)

Die zentrale, riesige Aussenwand mit ingesamt 8 m Überhang wird unter diesem Vordach errichtet (Wandelemte im Vordergrund, das „Rote“ in Bildmitte hinten ist ein Kastenwagen – zum Dimensionsvergleich)

Die ersten Tragelemte in der (nicht so stark überhängenden) Ostwand

Für die Freunde der härteren Gangart: Fittnessbereich und tiefenversenkte 45er (ganz hinten) auf der Galerie über der Boulderarea
Jan. 15
28
In den letzten Jahren sind eine große Menge an Kletter- und Boulderhallen in Deutschland eröffnet worden. Einige Hundert sind es inzwischen insgesamt. Der Großteil wird von einzelnen Sektionen des Deutschen Alpenvereins betrieben. Selbst vergleichsweise kleine Sektionen verfügen über eine eigene Halle, was neue Vereinsmitglieder mit sich bringt. Der exorbitante Anstieg von Mitgliedschaften im Deutschen Alpenverein auf über 1 Million in den letzten Jahren ist zu einem erheblichen Teil auf die Eröffnung der vielen neuen Kletterhallen zurückzuführen.
Vergangene Woche war ich im Kletter- und Boulderzentrum Kassel in Nordhessen im Einsatz. Hier hat die DAV-Sektion Kassel vor etwa 4 Jahren eine neue Halle eröffnet. Ich leitete zusammen mit Tillman Hepp einen 5 tägigen DAV-Lehrgang „Ausbildung Kletterbetreuer“. Zeitgleich schraubte ich abends Wettkampfrouten. Am vergangenen Wochenende schloss dort eine Fortbildung zum Thema „Bouldern“ für Trainer C und B (Breitensport) in Kassel an. Bei der Durchführung dieser Fortbildung stand mir meine Bundeslehrteamkollegin Sonja Schade zur Seite.
Jan. 15
28
Eine ganze Reihe von Wettkämpfen sind 2015 in der Region München geplant. Gestartet wird mit dem 7. CLIMB FREE Ende Februar auf der Messe F.re.e. . 10. Tölzer Stadtmeisterschaft und 6. Gilchinger Meisterschaft folgen im Frühling.
Im Juli wird die 13. Münchner Stadtmeisterschaft im neu eröffneten Kletter- und Boulderzentrum Freimann stattfinden. Im August folgt der schon fast traditionelle Abschluss der Weltcup-Boulderserie am Münchner Olympiastadion und im September gastiert wieder ein Wettkampf der Bundesebene in der bayerischen Landeshauptstadt: der deutsche Lead- und Jugendleadcup wird Ende September ebenfalls in Freimann durchgeführt.
Ausführliche Ankündigung auf der Homepage von München & Oberland…

Monika Retschy (hier auf der Boulder-WM 2014 in München) ist wie Nils seit 10 Jahren im Kletterteam München & Oberland dabei; Foto: Marco Kost
Zum Jahresende ziehen die DAV-Sektionen München & Oberland Bilanz bzgl. ihrer Wettkampf- und Klettererfolge. Diese Bilanz erstelle ich, indem ich alle Wettkampfergebnisse zusammenfasse und analysiere. „Mein“ Wettkampfkader 2, das ich mit Chris Münch und Jojo Melle gemeinsam leite, hat 2014 besonders gut abgeschnitten. Erwähnenswert ist auch, dass das Kletterteam München & Oberland seit 10 Jahre besteht. Zumeist wird in diesem Rückblick noch ein kurzer Ausblick auf das nächste Jahr gegeben.
Bilanz Kletterteam auf dem Portal von DAV München & Oberland…

Klettern im knüppelharten Karlstein bei Bad Reichenhall/Berchtesgadener Land – hier sind die Huber-Buam groß geworden.
Mitte Dezember leitete ich zusammen mit Andi Hofmann einen Lehrgang 1 Trainer C Breitenbergsport in Berchtesgaden. Eine nette, homogene Gruppe arbeitete 7 Tage an Sicherungsthemen, Methodik, Technik, Trainingsübungen etc. pp. und machte sich mit den Anforderungen, die ein Trainer C beherrschen sollte vertraut. Klar, das Sicherungsthema stand an erster Stelle.
„De Berchtsgadner san scho Hund, de scheissn se vor nix“ – wie man in der bayerischen Kletterszene umgangssprachlich zu sagen pflegt. Wir konnten viele Kletterer dabei beobachten, wie man ganz und gar nicht sichern sollte. Auch so „berühmt-berüchtigte“ Kletterer wie Ines P. oder Thomas H. tummelten sich in der Halle und bei der Beobachtung ihres Kletter- und Sicherungsverhaltens, wurden damit die Lehrinhalte Aufmerksamkeit, Technikanalyse und Fehlerwahrnehmung erfolgreich in der Praxis integriert. Selbstverständlich stellte sich auch die Frage, wie sagt man es jemandem, wenn man dessen Sicherungsverhalten als offensichtlich „sehr kritisch“ wahrnimmt, bzw. wie schreitet man in einem solchen Fall effektiv und ohne Abwehrverhalten zu provozieren, ein?
Am 6. Tag des Lehrganges ergab sich für mich eine Gelegenheit dies vorbildlich zu demonstrieren: ein Vater sicherte seine etwa 10 jährige Tochter mit der brandgefährlichen Kombi „(Auto-)Tuber + alte HMS-Handstellung“ (=Bremshand oben). Die ganze Ausbildungsgruppe konnte von der Cafe- Empore meinen „glorreichen“ Einsatz beobachten. Als erstes nahm ich das Sicherungsseil des Mannes, so dass dieses nicht mehr unkontrolliert durch den Tuber rutschen konnte. Dann erklärte ich dem Mann betont freundlich, dass er sich ruhig weiter auf seine Tochter konzentrieren möge, ich würde mich nach dem Klettern gerne mit ihm über seine Bremshandhaltung unterhalten.
Dann gab ich meiner ehrlichen Freude Ausdruck, wie toll die Kleine doch schon klettert. Kurze Zeit später liess er seine Tochter ab. Das Ablassen war spannend zu beobachten, aber ich hatte das Seil ja unter Kontrolle, konnte also nichts passieren. Als seine Tochter am Boden wohlbehalten eingetroffen war, entspann sich folgender Dialog (N=Nils/U=der Unbekannte):
N: Seit wann sicherst du denn mit dem Gerät?
U: Noch gar nicht so lange.
N: Weisst du, dass das Gerät nicht funktioniert, wenn die Bremshand oben ist?
U: (schaut mich etwas unsicher an) Wie macht man es denn richtig?
N: (zeige ihm kurz, dass man die Hand immer unten haben muß und erkläre dazu) Das sollte man sich von einem Profi zeigen lassen. Am Besten man macht dazu einen Kurs, dann kann man es auch gleich unter Anleitung üben und bekommt Routine mit dem Handling, dann ist man sich auch ganz sicher, dass dem Nachwuchs nichts passieren kann (deute dabei auf seine Kleine, er nickt). Hast du denn schon mal einen Kurs gemacht?
U: Ja, klar.
N: Wie lang ist das denn her?
U: 2 1/2 Jahre.
N: Wie lange dauerte denn der Kurs?
U: Das weiss ich nicht mehr.
N: Warst du seitdem klettern?
U: Eigentlich kaum.
N: Welches Sicherungsgerät hast du denn damals gelernt?
U: (tut sich schwer mit der Benennung, versucht mit den Händen etwas zu demonstrieren) Das mit dem Seilknoten… (schaut mich etws hilflos an)
N: Meinst du den HMS-Knoten?
U: (sehr erleichtert) Ja genau den!
N: Ah, drum hattest du auch die Bremshand oben (zeige meine Freude über des „Rätsels“ Lösung, auch der Unbekannte freut sich). Weißt du, es gibt ca. 50 Sicherungsgeräte auf dem Markt, davon werden 49 mit Bremshand unten bedient, nur beim HMS kann man die Hand auch oben halten. Das ist in deinem Fall natürlich fatal. Es gibt auch einige Unfälle beim Umstieg von HMS auf ein anderes Sicherungsgerät aus genau diesem Grund.
U: Ah, das wußte ich nicht. Ist das Sicherungsgerät denn sicher (deutet auf den Autotuber, einen Megajul)?
N: Klar ist das Gerät sicher, nur du solltest einen Kurs machen, da lernst du es.
U: Den mach ich dann bei dem da (deutet auf den bekannten Thomas H.), den kenn ich.
N: Hmm, ob der das jetzt alles so richtig gut vermitteln kann?
U: Wenn nicht der, wer denn dann? (Es folgt ein kurzes Gespräch über Trainer, über Risiken beim alpinen Extremklettern und in der Halle etc. pp, ich empfehle ihm einen Kurs beim DAV Berchtesgaden zu machen. Verabschiedung, er bedankt sich sehr aufrichtig dafür, dass ich mir die Zeit für ihn genommen habe und beteuerte, dass er sich sofort zum Kurs anmelden werde – erfolgreiches Ende meines Einsatzes).
Dass meine Zweifel bzgl. des Thomas H. nicht ganz unberechtigt waren, zeigte sich direkt im Anschluss: Kaum war ich wieder oben auf der Cafeteria-Empore, kam einer meiner Auszubildenden feixend auf mich zu:
S: Du musst gleich wieder runter, meint er, du solltest dem Herrn dort sagen (zeigt auf besagten Thomas H., der gerade in der Wand klettert) dass das SO NICHT geht.
Der klettert gerade etwas unterhalb des Umlenkers, also ziemlich weit oben in der Wand . Blitzschnell erfasse ich, dass er unter sich Exen nicht geclippt hat. Mich interessiert wie viele Exen er wirklich ausgelassen hat. Die untere Hälfte der Wand wird jedoch von der Empore verdeckt. Deshalb trete ich ein paar Schritte nach vorne um Einblick in den unteren Wandteil zu bekommen. Ich kann es kaum fassen: die unteren Exen sind auch nicht geklippt und … wo ist eigentlich der Sicherungspartner?!?
Jetzt ist mein Kollege Andi an der Reihe und trabt los… Kurz darauf erscheint Thomas H. etwas zerknirscht bei der Ausbildungsgruppe und richtet das Wort an uns: Also ich will das hier nur noch mal klarstellen. So wie ich das Topropeseil da gerade eingehängt habe (zeigt zur Wand rüber), macht man das natürlich nicht. Wir brechen alle in schallendes Gelächter aus, der Herr H. stimmt mit ein – gelöste Atmosphäre. San hoid scho Hund, de Berchtsgadner.
Jan. 15
7

Siegerehrung auf dem IG Adventsbouldercup, v.l.n.r.: Nils, Benni, Phillip, Timo; Foto: Ben Kettels
Der IG Adventsbouldercup ging in sein offizielles 10. Jahr. Eigentlich ist er etwa 3 Jahre älter (etwa so alt wie die Münchner Stadtmeisterschaft) nur firmierte er damals noch nicht unter dem offiziellen Namen Adventsbouldercup. Es gibt nicht viel zu sagen zum Adventsbouldercup, ausser: seit 10 Jahren kommen die selben, sehr, sehr merkwürdigen 120 Nasen 🙂 teils aus halb Bayern zu dieser Kultveranstaltung. Jedes Jahr schließt die Anmeldeliste früher (dieses Mal bereits 3 Wochen vor Veranstaltung). Bis 2003 habe ich diesen Wettkampf organisiert, heute bin ich dort in einem sehr netten Schrauberteam tätig. Alle meine drei Töchter haben bereits teilgenommen. Seit einigen Jahren wird im Anschluss eine abgefahrene Mottoparty gefeiert. Dieses Jahr lautete das Motto: Sigfried und Roy. Es waren massenweise weisse Tiger und gefährlich-süße Dompteure/eusen anwesend :).
Ich habe einen kleinen Film erstellt, der sehenswert ist…

Technical Meeting vor dem Start; Foto: Ben Kettels

der gelbe Kugelboulder; Foto: Ben Kettels

zwei typische Teilnehmer des IG Adventsbouldercups; Foto: Ben Kettels

Der Flugboulder; Foto: Ben Kettels

der rote Kugelboulder (s.a. Film); Foto: Ben Kettels

Gib Alles!; Foto: Ben Kettels

Taukletterwettkampf; Foto: Ben Kettels

Nachwuchstiger; Foto: Ben Kettels