März 15
30

Erste Zeichen einer neuen Sicherheitskultur sind in Göttingen zu bemerken – vorbildlich!
Letzte Woche war ich auf einem Kurztrip in Göttingen. Dort gibt es eine recht neue und für norddeutsche Verhältnisse sehr geräumige Kletterhalle. Das Landeslehrteam Niedersachsen hatte zu einer Fortbildung „Aktuelle Sicherungstechnik“ geladen und mit Michi Hoffmann („Sicher sichern“) zusammen stellte ich den aktuellen Stand in Sachen Sicherungstechnik vor. Wir waren sozusagen nur in beratender Funktion im Einsatz, denn die Bedingungen sind von Ort zu Ort verschieden und auch die Lehrerausbildung an den Schulen spielte eine große Rolle.
Sehr positiv fiel mir ein Schild auf, das am Eingang der Kletterhalle zur aktiven Kritik beim Sicherungsverhalten aufruft. Vorbildlich!
März 15
30

Blick hinaus in die „Kitzbüheler“ an einem herrlichen Frühlingstag am Schleier. An keiner Wand der Welt gibt es eine solche Dichte an schwersten Kletterrouten bis zum oberen 11. Grad.
Antizyklische Lebensführung ist eine ganz besondere Disziplin. Nur wenige beherrschen sie zum Glück. so ist es mir gelungen die harten Jahre des Trail and Error-Trainings des letzten Jahrhunderts mit zugegebenermassen haarstreubendem Alpinklettern relativ unbeschadet zu überstehen. Je professioneller die Trainingslehre wird, desto besser werde ich in meinem Kletterkönnen, obgleich ich die erste Lebenshälfte bereits unübersehbar hinter mir gelassen habe. Aber jetzt macht sich dieses antizyklische Grundverhalten erst richtig bezahlt. Zum „Antizyklischen“ gehört auch: nach einem Regentag im März an den Schleier fahren, dort wo meinesgleichen vor 25 Jahren Geschichte schrieb und an einer fast menschenleeren Wand in herrlicher Umgebung einen fantastischen Klettertag zu verbringen.
Da ich mir den Schleier (ich war dort nur einmal 1983!) bis 2014 aufgehoben habe, macht es jetzt richtig Spaß dort Ultraklassiker zu klettern. Vor einer Woche habe ich dort die geniale Aqualung (ein „echter“ 9er von 1988) gemacht.

Der helle Streifen in Bildmitte ist der namensgebende Schleierwasserfall, der ca. 100 m über dem Standort am Top einer stark überhängenden Wand herunterstürzt. Mit diesem einmalig schönen Blick im Rücken hat Alexander Huber 1994 die erste 11+ der Welt geklettert.
März 15
30

Kletterteam München & Oberland in Bayreuth, Foto: Herny Taubmann
Vorvergangenes Wochenende fand der bayerische Jugendbouldercup in Bayreuth statt. Der Wettkampf lief zur vollsten Zufriedenheit unseres Teams von DAV München & Oberland ab. 17 Finaleteilnahmen, zwei Erste und zwei Zweite Plätze waren unter anderem zu verzeichnen. Ich habe auf der München & Oberland-Page einen ausführlichen Bericht eingestellt.

Romy setzt zum alles entscheidenden Sprung im Superfinale an; Foto: Henry Taubmann

…und Romy hält; Foto: Herny Taubmann
März 15
30
Mitte März war ich in Frankenthal im Einsatz. Dort leitete ich den Lehrgang 1 für Trainer C-Wettkampf. Eine sehr nette und interessanterweise sehr inhomogene Gruppe war die Basis für einen sehr gelungenen Lehrgang. Frankenthal ist ein Ausbildungsstandort, den ich wegen Service und angenehmer Atmosphäre schätze. Natürlich stand auch wieder der Standardboulder, ein sehr gutes Analyse- und Technikübungstool auf dem Programm. In diesem kleinen Video zeigt einer der Teilnehmer seine Künste…
Die Fortbildung Funktionales Ergänzungs- und Ausgleichstraining habe ich zusammen mit (Gimmi-Kraft-) Patrick Matros bereits im letzten Jahr recht erfolgreich durchgeführt. Im März stand die Neuauflage in Neu-Ulm und in Nürnberg (Cafe Kraft) an. Mit Patrick macht das Lehren wirklich Spaß. Er ist ein hochkompetenter Ausbildungskollege und ausserdem voll im aktuellen Klettergeschehen verankert. Mit unserer beider Erfahrungsschatz und den speziellen Übungen von Hajo Friederich ist es uns wieder gelungen eine hochinteressante Fortbildung (O-Ton-Teilnehmer) zu gestalten. Im folgenden Video sieht man Patrick bei einer seiner unzähligen Kraftübungen, die die Instabilität des Ringeturnens nutzt. Ziel ist es die Muskelketten geschlossen zu halten. Die Übungen an den Ringen sind damit eine ideale Ergänzung zum Klettern.
März 15
30
Der CLIMB FREE ist schon vor einem Monat über die Bühne gegangen. Einen ausführlichen Bericht habe ich auf der Page von München & Oberland veröffentlicht.
Feb. 15
15
Der CLIMB FREE 2015 auf der Freizeitmesse F.re.e. in München-Riem steht vor der Tür.
Am 20.2. starten die Freizeitkletterer in die erste Runde des Oberlandcups 2015 (es sind noch Plätze frei).
Am 21.2. werden sich die besten bayerischen Jugendkletterer auf dem 1. bayerischen Jugendbouldercup 2015 messen und
am 22.2. treten die besten Boulderer Bayern gegeneinander an (Jugend A/Junioren/-innen und Erwachsene.
Drei spannende und erlebnisreiche CLIMB FREE-Tage stehen uns bevor.
Nähere Infos zum CLIMB FREE und den Wettkämpfen 2015 in München.
Feb. 15
9

Scater (nicht Scooter) – Area auf der ISPO in der Halle A2
Die größte Sportartikelmesse der Welt, die Münchner ISPO 2015 ist seit gestern Geschichte. München ist nicht nur das Weltkletterzentrum schlechthin, mit den meisten Kletterern und den meisten qm an künstlicher Kletterfläche (Kletter- und Boulderhallen), es ist auch das Zentrum der Sportartikelindustrie zumindest was deren Selbstdarstellung im Rahmen der ISPO betrifft. Seit 1970 finden sich in über 16 Hallen (jede einzelne 1,5 mal so groß wie ein Fussballfeld) Tausende von Sportartikelherstellern aus der ganzen Welt auf der Messe in München-Riem ein. Basketball, Snowboard, Schneeschuhwalken, Skaten, Tischtennis, Walken, Langlauf, Slackline, Golf, Bergsteigen, Basejump, Schwimmen, Skifahren, Scooter (Film Freestyle Scooter auf der ISPO) hunderte von Sportarten sind vertreten und… mittendrin natürlich Münchens typischste Sportart: das Klettern. Alleine in zwei Outdoorhallen tummelt sich alles was auf dem Klettermarkt Rang und Namen hat, darunter auch einige Kletterer und Alpinisten selbst.
Ich habe die ISPO genutzt um mich über Produktneuheiten auf dem Klettermarkt zu informieren, um Kontakte zu pflegen und mich mit meinen Sponsoren Tenaya und Directalpine zu treffen. Im Juli steigt dann die größte Outdoormesse der Welt im schwäbischen Friedrichshafen. Sie toppt zumindest was das Klettern betrifft sogar die ISPO, aber bis dahin ist es noch eine Zeit lang hin.
Feb. 15
9

Die Ostfrontseite – wie sich die Anlage dem Besucher zuerst präsentiert.
München ist die Metropole mit den meisten qm an künstlicher Kletterfläche. Seit einigen Jahren nichts Neues und doch unterstreicht diese Tatsache die Monopolstellung der bayerischen Landeshauptstadt in der Welt des Kletterns. Damit dem so bleibt eröffnet im Frühjahr ein weiterer Kletter- und Bouldertempel in Freimann, das DAV-Kletter- und Boulderzentrum München-Nord seine Pforten. Heute hatte ich Gelegenheit über die Baustelle zu schweifen. Was ich dort zu sehen bekam, läßt nicht nur auf einen straffen Zeitplan bis zur nahen Eröffnung schliessen, sondern überrascht auch mit enorm viel spannender Kletter- und Boulderfläche.
Meine Befürchtungen wurden dagegen nicht bestätigt. Die Anlage besticht trotz des nahen Autobahnzubringers mit einer überraschend ruhigen Lage. Das ergibt sich aus dem effektiven Schallschutz, der etwas tiefer liegenden Autobahn und dem tiefer gelegten Aussenbereich der Kletteranlage. Sie ist direkt neben einem Sportpark mit viel Grün situiert – von der im 1. OG gelegenen Terasse der Cafeteria aus, hat man einen sehr schönen Ausblick über diesen Sportpark. Die weltberühmte Satellitenschüssel der Lauf- und Tretfanatiker stört eigentlich gar nicht und ragt ein paar hundert Meter weiter nördlich nur wenig aus dem vielen Grün hervor.
Eine riesige, bis zu 8m überhängende Aussenkletterwand stellt alles in den Schatten, was für das Seilklettern bisher im Raum München geboten war. Beeindruckend: der topmoderne, großzügig gestaltete Boulderraum mit eigener Fittnesszone. Mit diesem Bauteil prescht eine DAV-Halle erstmals in den oberen Standard vor, was Bouldern betrifft. Ein Anlass zur Hoffnung, dass der DAV den Anschluss an die Boulderbewegung doch noch schaffen könnte. Ich bin gespannt auf die Eröffnung von „Freimann“ und wenn ich an die Wände denke, dann juckt es mir jetzt schon in den Fingern…

Ein Teil der großzügig gestalteten Boulderarea (die Räume sind über 6m hoch!)

Die große Innenhalle (links der stark überhängende Turm, dahinter die sog. Gurke)

Die über 14 m hohe „Gurke“ (Vordergrund)

Blick zum Himmel (links Turm, recht „Gurke“)

Pläne Innenwandkonstruktion

Der abgetrennte Schulungsbereich (Wände bis 10m)

Die zentrale, riesige Aussenwand mit ingesamt 8 m Überhang wird unter diesem Vordach errichtet (Wandelemte im Vordergrund, das „Rote“ in Bildmitte hinten ist ein Kastenwagen – zum Dimensionsvergleich)

Die ersten Tragelemte in der (nicht so stark überhängenden) Ostwand

Für die Freunde der härteren Gangart: Fittnessbereich und tiefenversenkte 45er (ganz hinten) auf der Galerie über der Boulderarea
Jan. 15
28
In den letzten Jahren sind eine große Menge an Kletter- und Boulderhallen in Deutschland eröffnet worden. Einige Hundert sind es inzwischen insgesamt. Der Großteil wird von einzelnen Sektionen des Deutschen Alpenvereins betrieben. Selbst vergleichsweise kleine Sektionen verfügen über eine eigene Halle, was neue Vereinsmitglieder mit sich bringt. Der exorbitante Anstieg von Mitgliedschaften im Deutschen Alpenverein auf über 1 Million in den letzten Jahren ist zu einem erheblichen Teil auf die Eröffnung der vielen neuen Kletterhallen zurückzuführen.
Vergangene Woche war ich im Kletter- und Boulderzentrum Kassel in Nordhessen im Einsatz. Hier hat die DAV-Sektion Kassel vor etwa 4 Jahren eine neue Halle eröffnet. Ich leitete zusammen mit Tillman Hepp einen 5 tägigen DAV-Lehrgang „Ausbildung Kletterbetreuer“. Zeitgleich schraubte ich abends Wettkampfrouten. Am vergangenen Wochenende schloss dort eine Fortbildung zum Thema „Bouldern“ für Trainer C und B (Breitensport) in Kassel an. Bei der Durchführung dieser Fortbildung stand mir meine Bundeslehrteamkollegin Sonja Schade zur Seite.