Apr. 11
11
Die Vorbereitungen zur bayerischen Jugendbouldermeisterschaft am kommenden Samstag in der DAV-Kletter- und Boulderanlage laufen auf Hochtouren. Es geht um den Titel „bayerischer Jugendbouldermeister 2011“. Als Organisationsbeauftragter und Moderator bin ich voll im Einsatz.
Eine Ankündigung aus Sicht der DAV-Sektionen München & Oberland…
Es ist geschafft. Seit zwei Jahren befasse ich mich mit der Entwicklung einer modernen Bewegungslehre für das Klettern. Diese Woche habe ich sie in ihrem vollständigen Grundschema zum ersten Mal in einem C-Trainer-Kurs vorgestellt. Zuvor sind viele Entwürfe in den Papierkorb gewandert. Am Problem, die Grundbegriffe schlüssig festzulegen, bin ich lange gescheitert. Vor 6 Monaten bin ich dazu übergegangen, die Grundbegriffe ausschließlich aus einem Zeit-Kraft-Diagramm abzuleiten. Danach habe ich in meinen zahlreichen Trainings und Kursen dieses Modell einige Monate lang vorgestellt, an Dritten überprüft und verbessert. Vermessen wäre es, wenn ich an dieser Stelle nicht Andi Hofmann danken würde. Andis Modell einer Bewegungslehre ist gleichsam das Wasser, in dem der Fisch meiner Bewegungslehre schwimmt. Ohne die wertvollen Aspekte zu den Besonderheiten des Kletterns, die sich aus der Bewegungslehre von Andi ergeben, hätte ich meine Ideen nicht entwickeln können. Genauso wertvoll war auch das aus der Bewegungslehre anderer Sportarten abgeleitete Phasenmodell von Michi Hoffmann. Auch viele Impulse von Udo Neumann (ein ganz „gefährlicher“ Trainer) haben mich weitergebracht. Bei beiden möchte ich mich ebenfalls bedanken. Wesentliche Aspekte aus Andis und Michis Kletterlehre ergänzen sich in meiner Bewegungslehre zu einer klaren Hierarchie, die meiner Erfahrung nach auch für Laien gut verständlich ist. Sicher werden viele auch sagen: „Das ist doch ganz logisch!“ Eine gute Bewegungslehre sollte meiner Meinung nach in ihren Grundzügen so einfach und klar strukturiert wie möglich sein. Mit meiner Bewegungslehre kann auch ein Kletterer, der kein Trainer ist, selbst eine Schwächen-Stärken-Analyse durchführen. Mehr dazu demnächst im geschützten Bereich …
März 11
20
Natürlich bin ich stolz auf meine Tochter Sarah. Alles andere wäre gelogen. Andererseits behaupte ich, nicht zu den Eltern zu zählen, die ihre Kinder zu Hochleistungen drängen, denn es gibt viel, viel Wichtigeres im Leben. Sarah hat einfach Spaß am Klettern, was ich sehr gut nachvollziehen kann…
Sehr schöner Film dazu von Thomas Tomtom Lindinger …
Zusammen mit Sonja Schade leitete ich am vergangenen Wochenende eine Fortbildung für Trainer C zum Thema Wettkampfklettern mit Kindern & Jugendlichen. Das Fortbildungsthema hatte ich vorgeschlagen, denn der Boom im (Wettkampf-)Klettern müßte eigentlich eine erhöhte „Nachfrage“ nach passenden Fortbildungen erbringen. Ich lag richtig mit meinem Riecher. Die Veranstaltung bedurfte noch eines zweiten Leiters (eben Sonja Schade). Sonja ist, ähnlich wie ich, sehr breit aufgestellt: aus dem Alpinklettern stammend hat sie spät aber recht erfolgreich (u.a. Halbfinalteilnahme bei Worldcups) ihre persönliche Begabung für das Wettkampfklettern entdeckt. Natürlich ist die diplomierte Sportlehrerin auch beim Sportklettern und Bouldern am Fels ganz stark unterwegs. Sympathische und sehr interessierte Trainer waren mit hohem Interesse bei der Fortbildung dabei. Fast alle Teilnehmer hatten ganz konkrete Pläne zum Aufbau/Intensivierung von Wettkampftrainings in ihrer Region. Es geht voran…
März 11
20
Vergangene Woche habe ich zusammen mit Olli Wimmer wieder eine neue Boulderanlage erstellt. Sie ist für sporttherapeutische Zwecke in der Uniklinik Ziemssenstr. vorgesehen. Dementsprechend „zahm“ ist die Gestaltung. Wer meint hier könnte man nicht richtig klettern, der täuscht sich jedoch. Die Anlage ist 9m lang und knapp 4 m hoch. Klettertechnisch sollen möglichst viele einfache Züge hintereinander in leichtem Gelände zurückgelegt werden können. Ein leicht angeschrägter Teil im Endbereich gibt den Patienten die Gelegenheit sich an etwas schwereres Klettern heranzuwagen. Natürlich bleibt die Wand nicht so glatt – Matten und Griffe werden demnächst eingebaut.
März 11
8
Vergangenen Freitag hat der neue Globetrotter, das größte Outdoor-Kaufhaus Münchens am Isartor eröffnet. Bei Geschrei von Wildgänsen und im Angesicht eines Geysirs, und ca. 15 m über einigen Kajakfahrern hatte ich zusammen mit Moni, Fabi und Natascha die Möglichkeit die neue gläserne Boulderwand in der Bergsportabteilung zu eröffnen. Etwa 85 Pressevertreter waren zu dem exclusiven Event geladen. Drei Tage zuvor hatte ich mich mit exzessivem Training platt gemacht und durfte im Globetrotter noch eine extra Einheit Spannungserhalt drauflegen (s. Foto).
Hier berichtet Moni über die Globetrottereröffnung…
Zusammen mit Robert Thanner habe ich am vergangenen Wochenende eine Fortbildung „Bewegungslehre in Aktion“ in Regensburg geleitet. Sehr interessierte Trainer C nahmen an einem unterhaltsamen und hoffentlich auch lehrreichen Kurs teil. Ziel war es moderne (Kletter-) Bewegungslehre zu vermitteln. Spannende Einblicke in die moderne Kletterbewegung 🙂 zeigt der
von Deti Fliegl zum 3. CLIMB FREE.
Soeben hat die IFSC (Internationaler Wettkampfkletterverband) die Terminverschiebung des Boulderweltcup in München auf den 19./20. August 2011 bestätigt. Also umbuchen, freihalten, anmelden, sich drauf freuen… Das Jahreshighlight im Wettkampfbouldern wird wieder am Münchner Olympiastadion stattfinden. 8000 Zuschauer waren letztes Jahr dabei. Auch dieses Jahr wird es sicher wieder eine fantastische Kletterveranstaltung werden.
Der erste Tag des 3.CLIMB FREE, an dem der erste Serienwettkampf des Oberlandcups 2011 ausgetragen wurde, war von familiärer Atmosphäre bestimmt. Am zweiten Tag wurde die bayerische Bouldermeisterschaft abgehalten. Da ging es dann schon richtig zur Sache. Das Niveau, sowohl der Teilnehmer als auch der Veranstaltung als solcher, war „überirdisch“ gut. Unser schlagkräftiges Team aus der DAV-Sektion München und der Kletterfachverband haben eine super Arbeit geleistet. Als Hauptorganisator des CLIMB FREE bin ich sehr zufrieden mit dem Ablauf der zwei Wettkampftage.
Bericht aus Sicht der DAV Sektionen München & Oberland…
Bayerische Meisterin 2011: Monika Retschy (München-Oberland)
Vizemeisterin 2011: Sarah Schützenberger (München-Oberland)
3. Platz: Maria Zettl (Rosenheim)
Bayerischer Meister 2011: Markus Grünebach (München-Oberland)
Vizemeister 2011: Nicolas Linder (Rosenheim)
3. Platz: Florian Wientjes (München-Oberland)
Am 7. Mai gehts übrigens weiter mit dem Oberlandcup auf der 2. Gilchinger Meisterschaft…