Weihnachtsrätsel

Seit über zehn Jahren präsentiere ich Kletterrätsel auf den von mir moderierten Wettkämpfen. Wer sie löst bekommt einen Preis. Hier nun ein Kletterrätsel der ganz besonderen Art, bei dem es um Herrn Zekra, Weihnachten und ein Klettergebiet geht. Es gibt nichts zu gewinnen ausser vielleicht ein paar neue Sichtweisen, aber vielleicht sind die es ja wert sich die Rätselarbeit zu machen. Also fangen wir mit Herrn Zekra an (scroll down):

herr-zekra

 

Herr Zekra lebt (zumindest heute noch)  in einer Stadt gar nicht soooo weit weg von einem Klettergebiet. Seine Heimatstadt liegt zumindest viel näher an dem Klettergebiet, als es die allermeisten Kletterer vermuten würden.  Das Klettergebiet bietet viele lange, einmalige Routen in bestem Kalk und in allen Schwierigkeitsgraden. Es wird seit vielen Jahren von vielen tausend Kletterern, darunter sehr vielen Deutschen, besucht.

xySo viel kann ich zum Herrn Zekra schon mal verraten: gerade jetzt um Weihnachten hat Herr Zekra alle Hände voll zu tun, wie sonst kaum jemand auf dieser Welt (das heißt auch wenig Schlaf für Herrn Zekra). Um es klar zu stellen: Herr Zekra hat zwar einen Bart, aber er ist nicht der Weihnachtsmann. Dennoch: die Kinder in seiner Stadt, die Herrn Zekra kennen haben zu ihm ein ähnliches Verhältnis wie zum Weihnachtsmann, denn Herr Zekra schenkt etwas ganz Kostbares. Ja Herr Zekra schenkt sogar etwas Unbezahlbares. Genauer gesagt: er schenkt das Kostbarste überhaupt. Für die Kinder seiner Stadt ist Herr Zekra der Weihnachtsmann, gerade auch heute an Weihnachten.

Und Herr Zekra klettert auch. Wenn er klettert, dann hat er immer einen weißen Helm der bekannten Klettermarke Petzl auf. Er gehört einer Gruppe von Männer und Frauen an, die alle mit weißen Petzlhelmen klettern.  Und um es noch spannender zu machen: Seine „Klettergruppe“ hat ein, wen wundert es, eigenes Abzeichen, das einen weißen Petzlhelm zeigt. Viele Leute von seiner Gruppe klettern gerade jetzt um Weihnachten besonders viel mit ihren weißen Helmen herum – aber nochmal: alles keine Weihnachtsmänner und -frauen.

scd

 

Zurück zum Klettergebiet: Das Gebiet erreicht man mit dem Flugzeug, je nach dem von wo man kommt…ganz offen gesagt: die allermeisten Kletterer kommen dorthin mit dem Flugzeug (trotz Flugscham) und nicht mit dem Auto oder Zug. Sie landen auf dem nächst größeren Flughafen, der übrigens nahe dem Meer liegt.

Da fällt mir noch was zum Herrn Zekra und seiner Klettergruppe ein. Es mag absurd klingen aber Herr Zekra und sein weiß behelmtes Team sind gar keine Kletterer im klassischen Sinne, denn sie beklettern keine Felsen sondern – Überraschung! –  sie beklettern nur Ruinen. Und weil es auch ein richtig krasses Rätsel ist: Nein – Herr Zekra und seine Kollegen/innen sind keine Archäologen oder Forscher, sie klettern in Ruinen um anderen Menschen etwas zu schenken (s. oben).

Falls der/die geneigte Leser/in jetzt nur Bahnhof versteht, hier noch der Link, der den Herrn Zekra mit dem eingangs erwähnten Klettergebiet verbindet: Beim Landeanflug auf den Flughafen beim Klettergebiet kann man auf das weite Meer hinaussehen und man kann die Küste einer großen Insel erkennen (bei guter Sicht). Seit Sommer 2015 kann man nordöstlich der besagten Insel in manchen klaren Nächten vom Flugzeug aus bisweilen Lichtblitze weit draussen auf dem Meer sehen. Diese Blitze stammen von Russischen Schiffen und ab und zu fliegt auch mal ein russisches Kriegsflugzeug hoch oben am Himmel über das Klettergebiet in Richtung auf die Heimat von Herrn Zekra.

Herr Zekra hat übrigens, trotz seiner völligen Übermüdung, gestern ein Video auf You Tube eingestellt (seinen weißen Helm hat er in dem Video nicht auf). Er ist, nebenbei bemerkt, der örtliche Chef der „Klettergruppe“ in seiner Heimatstadt. Sie heißt Maaret al Nouman und in ihr lebten bis Vorgestern noch 25.000 Einwohner und ein paar 10.000 Flüchtlinge. Seit gestern Nacht und im Schutz des Nebels (manche sagen, den kann nur der Weihnachtsmann geschickt haben),  sind alle unterwegs (zu uns natürlich – wohin sonst?). Gut möglich, dass die Menschen bei ihrer „Reise“ in den nächsten Wochen und Monaten in der Gegend des o.g. Klettergebietes vorbeikommen.

Die Rätselfrage Nr.1 : wie heißt das Klettergebiet, das übrigens nur 20 Flugminuten von der Heimatstadt des Herrn Zekra entfernt ist?

Rätselfrage Nr. 2: Warum lieben die Kinder, der Heimatstadt von Herrn Zekra, die Männer und Frauen mit den weissen Petzlhelmen so?

Viel Spaß beim Auflösen!

Das Video von Herrn Zekra:

Am 24. Dezember 2013 berichtete ich auf meinem Blog bereits über die Situation, wie sie Herr Zekra derzeit erlebt. Seit 9 Jahren scheint sich die Heimat von Herrn Zekra auf einem anderen Planeten zu befinden und die Zeit dort stehen geblieben zu sein… denn kein Aufschrei zwingt unsere Politiker dem Menschenschlächter Assad das Handwerk zu legen…nach 9 Jahren (4 Jahre länger als der 2. Weltkrieg, 2 Jahre länger als der 7 jährige Krieg) geht das Schlachten vor der Haustüre Europas unvermindert weiter und Putin, der Assad mit Kriegsflugzeugen und Geld unterstützt, freut sich, dass Flüchtlingswelle auf Flüchtlingswelle Europa destabilisiert…

Feliz Navidad

Unter dem unten folgenden Tag Syrien, kannst du sehen, dass sich nichts geändert hat…

Ergänzung 25.12. hier ein Dronenvideo udn ein Video aus der Gegenrichtung der Fluchtwelle vom 22. und vom 24.12. (zur Info: die Flüchtlingstrecks werden regelmäßig von Russlands und Assads Kriegsflugzeugen beschossen, aber keine Angst, in diesen 2 Clips ist das nicht zu sehen):

 

 

 

 

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