{"id":428,"date":"2010-04-11T13:43:38","date_gmt":"2010-04-11T11:43:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.climbingsessions.com\/?page_id=428"},"modified":"2011-02-16T23:01:58","modified_gmt":"2011-02-16T22:01:58","slug":"trainingstips","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.climbingsessions.com\/?page_id=428","title":{"rendered":"Trainingstips"},"content":{"rendered":"<p>In den fr\u00fchen 1980er haben wir grausam dilettantisch auf Fingerkraft trainiert, mit teilweise katastrophalen Folgen (z.B. Klimmzugserien an kleinen scharfen Metallleisten, auch genannt &#8222;T\u00fcrrahmen&#8220;, zum Aufw\u00e4rmen \ud83d\ude42\u00a0 ). Von Trainingswissen hatte kaum jemand Ahnung. Mit Wolfgang G\u00fcllich aber auch Stephan Glowacz u.a. hat eine hinterfragte und systematische Herangehensweise an das Klettertraining in der deutschen Kletterscene seinen Anfang in den 1980ern genommen. Inzwischen wird in der Weltspitzenkletterscene nicht nur was die Umf\u00e4nge, sondern auch was die Effektivit\u00e4t betrifft, auf olympischem Niveau trainiert. Ein Indiz: die sprunghafte Zunahme von Kindern mit \u00fcber Jahre anhaltenden H\u00f6chstleistungen. Diese <em>Jungen Wilden<\/em>, weisen im Gegensatz zu fr\u00fcher viel weniger Verletzungen mit Langzeitfolgen auf (bedeutsame Ausnahme k\u00f6nnte ev. kurzfristig die Schulter, mittelfristig vielleicht auch das Knie und langfristig die Magersucht sein), sprich die Leistungen dieser Kinder\/Jugendlichen sind nicht mehr das Ergebnis \u00fcberehrgeiziger Eltern und Trainer, sondern das Ergebnis fundierten Trainings, wie es in jedem besseren Sportverein betrieben wird. Nat\u00fcrlich kann man auch an Sportvereinen grunds\u00e4tzlich Kritik \u00fcben (Anh\u00e4nger dieser Richtung, denke ich, werden mit meiner Page nichts anfangen k\u00f6nnen). Adam Ondra und Johanna Ernst sind voraussichtlich nur die ersten Vorl\u00e4ufer dieser neuen Generation, die in ca. 5 -10 Jahren richtig zur Wirkung kommen wird! Das Trainingswissen ist zu einem erheblichen Teil aus der Kinderschuh- und Experimentierphase heraus (gerade im medizinischen Bereich was eine Feinabstimmung beim Fingerkrafttraining betrifft &#8211; gibt es aber noch L\u00fccken). Im Bundeslehrteam des DAV wird z.B. in der B-Tainerausbildung eine ganz auf das Klettern abgestimmte Trainingsplanung (Guido K\u00f6stermeyer) gelehrt, die in ihrer Art einzigartig in der Sportwelt ist und sich an der extremen Vielseitigkeit dieser Sportart orientiert. Wo es noch hapert, ist inbesondere die St\u00e4rken- und Schw\u00e4chenanalyse, denn hierzu bedarf es viel Kletter- <strong>und<\/strong> Lebenserfahrung (H\u00f6chstleistungsklettererfahrung ist i.d.R. maximal 30-40 Jahre alt, John Gill ist eine der ganz wenigen r\u00fchmlichen Ausnahme). In diesem Bereich und damit im praktischen Trainingsgeschehen k\u00f6nnte sich in den n\u00e4chsten Jahren noch ein breites Feld an Verbesserungsm\u00f6glichkeiten entwickeln.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von Vorgenanntem werden in der Scene nach wie vor und Tag f\u00fcr Tag neue <strong><em>Trainingswissenssch\u00e4tze <\/em><\/strong>gehoben. Das bedingt der Charakter der einmaligen Individualsportart Nr. 1. Diese Wissenssch\u00e4tze werden im Allgemeinen nach folgendem Prinzip gehandelt: Sagst du mir einen, sag ich dir einen. Dabei gilt es zu ber\u00fccksichtigen, da\u00df Trainingstip A f\u00fcr Kletterer B ev. bedeutungslos sein kann. Ein Grund warum sich die Weltelite Jahr f\u00fcr Jahr in denselben Klettergebieten versammelt ist nicht nur die optimale Kletterumgebung passend zur Jahreszeit (aktuell:Januar in Spanien und August in S\u00fcdafrika etc.) sondern auch der Austausch bzgl. Trainingswissen, bei dem nicht selten einvernehmliches Stillschweigen vereinbart wird (nat\u00fcrlich spielt auch eine gewisse &#8222;Geselligkeit&#8220; eine bedeutende Rolle).<\/p>\n<p>Ich ver\u00f6ffentliche hier zum einen Trainingswissen f\u00fcr jedermann, zum anderen Trainingswissen f\u00fcr meine engeren Bekannten, das ich auch in meinen Kursen\/Trainings vermittele. Letzteres ist nicht \u00f6ffentlich, immerhin sind hier drei Jahrzehnte Klettererfahrung angesammelt, die ich nicht zum Schm\u00fccken mit fremden Federn weitergebe. Ich bitte diesbez\u00fcglich um Verst\u00e4ndnis. Was nicht von mir stammt, habe ich (soweit ich den\/die &#8222;Urerfinder&#8220; ausmachen konnte mit dessen Namen kenntlich gemacht). Trainingswissen, das mir unter dem &#8222;Siegel der Verschwiegenheit&#8220; mitgeteilt wurde, ver\u00f6ffentliche ich nat\u00fcrlich nicht (auch nicht in meinen Kursen\/Trainings), auch dann nicht, wenn es anderswo im Internet auftaucht! Alle Empfehlungen, die ich gebe, habe ich auch selber getestet!!! Ich bem\u00fche mich, die Tips so zu formulieren, da\u00df sie qualit\u00e4tsangepasst vermittelt werden. Vereinfacht gesagt: wer von der Qualit\u00e4t x keine Ahnung hat, wird auch mit dem Tip y nichts anfangen k\u00f6nnen. Vor Verletzungsgefahren in Folge Experimentieren sei in diesem Zusammenhang ausdr\u00fccklich gewarnt! F\u00fcr konstruktive Kommentare und Hinweise bin ich immer dankbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den fr\u00fchen 1980er haben wir grausam dilettantisch auf Fingerkraft trainiert, mit teilweise katastrophalen Folgen (z.B. Klimmzugserien an kleinen scharfen Metallleisten, auch genannt &#8222;T\u00fcrrahmen&#8220;, zum Aufw\u00e4rmen \ud83d\ude42\u00a0 ). Von Trainingswissen hatte kaum jemand Ahnung. 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